Bremer Eiswette Rekord: 315.000 Euro bei Festmahl eingenommen

Bremen. Beim traditionellen Festmahl der "Bremer Eiswette von 1829" ist am Samstag eine Rekordspendensumme für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gesammelt worden. Nach ersten Zählungen seien es 315.000 Euro, sagte Eiswett-Präsident Peter Braun.
17.01.2010, 14:47
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Bremen. Beim traditionellen Festmahl der "Bremer Eiswette von 1829" ist am Samstag eine Rekordspendensumme für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gesammelt worden. Nach ersten Zählungen seien es 315.000 Euro, sagte Eiswett-Präsident Peter Braun.

Im Vorjahr waren es 302 000 Euro. Mehr als 700 Eiswettgenossen und Gäste aus Politik und Wirtschaft waren geladen. Ehrengast war Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU).

Der Minister hielt die nach den Vereins-Statuten vorgeschriebene Rede "Auf Deutschland und Bremen". Die "Gästerede" übernahm der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Hans Heinrich Driftmann. Auf der Gästeliste standen neben anderen Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU), der frühere Vorstandsvorsitzende von Siemens und jetziger Chef des amerikanischen Aluminiumkonzerns Alcoa, Klaus Kleinfeld, sowie Bremens Regierungschef Jens Böhrnsen (SPD).

Das Ritual des Festmahls, zu dem nur Herren geladen sind, ist genau vorgeschrieben: 47 runde Tische verteilen sich im Saal wie Eisschollen. An jedem Tisch übernimmt der "Tischälteste" die Sitzordnung und wacht über die Einhaltung der Regularien. Mehr als sieben Stunden dauert das Essen, zu dem als Hauptgericht Kohl und Pinkel gereicht wird. Kurz vor dem Ende wird die neue Eiswetteausgetragen. Dabei geht es darum, ob die Weser am 6. Januar 2011 zugefroren oder eisfrei ist.

Da der Fluss seit mehr als 60 Jahren nicht mehr zugefroren war, wird seit langem per Los gewettet. Wer am Ende auf "Weser zu" gezogen hat, gehört zu den Verlierern. Sie müssen das Festmahl 2011 ausrichten und bezahlen. Seit Jahrzehnten werden an dem Abend Spenden für die DGzRS gesammelt. Ein neuer Seenotkreuzer mit dem Namen " Eiswette" wurde im März 2009 in Dienst gestellt. Er ist in Nordstrand (Schleswig-Holstein) stationiert. (dpa)

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