Universität Bremen

Rennen um Exzellenzstatus eröffnet

Der Wettbewerb hat begonnen: Fünf Antragsskizzen für sogenannte Exzellenzcluster hat die Uni Bremen eingereicht. Nur wer mindestens zwei Cluster durchbringt, darf sich als Exzellenzuni bewerben.
10.04.2017, 18:51
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Frank Hethey
Rennen um Exzellenzstatus eröffnet

Ein Blick auf die Uni Bremen.

Christina Kuhaupt

Der Wettbewerb hat begonnen: Fünf Antragsskizzen für sogenannte Exzellenzcluster hat die Uni Bremen eingereicht. Nur wer mindestens zwei Cluster durchbringt, darf sich als Exzellenzuni bewerben.

Das Rennen um den begehrten Exzellenzstatus der deutschen Universitäten ist eröffnet: Mit dabei ist auch wieder die Universität Bremen, die ihren 2012 erlangten Status als exzellente Uni behaupten will. Fünf Antragsskizzen für sogenannte Exzellenzcluster hat die Uni pünktlich vor Ende der Abgabefrist am 3. April bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingereicht, nun ist ein wissenschaftliches Expertengremium am Zuge. Am 27. September 2017 soll bekanntgegeben werden, welche Antragsskizzen es in die nächste Runde geschafft haben. Die Brisanz: Nur wer mindestens zwei Cluster durchbringt, darf am Ende am Wettbewerb um den Titel Exzellenzuniversität teilnehmen und damit auf Fördergelder in Millionenhöhe hoffen.

Lesen Sie auch

Laut DFG haben sich 63 Universitäten aus allen Bundesländern mit 195 Antragsskizzen am Wettbewerb beteiligt. Bei den Antragsskizzen handelt es sich um kurzgefasste Voranträge für die Exzellenzcluster. Gemeint sind damit Projekte für international sichtbare, interdisziplinäre Forschungsfelder, die zum Profil der jeweiligen Universität passen müssen. Die meisten Skizzen sind der DFG zufolge in den Naturwissenschaften (27 Prozent) angesiedelt, dicht gefolgt von den Geistes- und Sozialwissenschaften (25 Prozent) sowie den Ingenieurwissenschaften und den Lebenswissenschaften (beide 24 Prozent).

Uni Bremen ist optimistisch

Die fünf Initiativen der Uni Bremen stammen aus den marinen Geowissenschaften, der Erdfernerkundung, den Material- und Ingenieurwissenschaften, den Sozialwissenschaften und der Informatik. Nähere Details will die Uni nicht preisgeben. „Es bestünde sonst die Gefahr, dass wir die Konkurrenz sozusagen anfüttern“, sagt Kristina Logemann, Leiterin der Pressestelle.

Lesen Sie auch

Wer die erste Hürde nimmt, muss bis zum 21. Februar 2018 die vollständig ausgearbeiteten Cluster-Anträge einreichen. Nur 45 bis 50 Antragsteller werden den Zuschlag erhalten und damit in den Genuss von jährlich rund 385 Millionen Euro kommen. Die endgültige Entscheidung soll im September 2018 mitgeteilt werden. Über ihre Erfolgsaussichten äußert sich die Uni Bremen optimistisch. „Wir sind in all diesen Bereichen hervorragend aufgestellt und haben hier die besten Voraussetzungen“, sagt Uni-Rektor Bernd Scholz-Reiter.

Die frühere Exzellenzinitiative umfasst seit Juni 2016 als Exzellenzstrategie zwei Förderlinien, die Exzellenzcluster und die Exzellenzuniversitäten. Bislang verfügt die Uni mit dem Marum, Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, nur über ein Exzellenzcluster. Weil aber zwei Cluster für die Bewerbung als Exzellenzuni nötig sind, muss die Uni nachlegen. Nur im Erfolgsfall ist bis Dezember 2018 ein neuer Antrag zur Bestätigung des Exzellenzstatus möglich. Die Entscheidung soll im Sommer 2019 fallen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+