Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt

Rentnerin stirbt nach Raubüberfall

Bremen-Nord (sfr). Ein Überfall, der sich bereits am Montag, 10. September, in Lüssum ereignet hat, sorgt für weitere Schlagzeilen. Wie berichtet, hatte sich ein unbekannter Täter einer 91 Jahre alten Frau an der Straße An de Holtöber in den Weg gestellt und an ihrer Handtasche gezogen, die sie um den Lenker ihres Rollators gewickelt hatte. Das Opfer stürzte und zog sich Verletzungen am Kopf zu. Der Täter, heißt es jetzt in einer Erklärung der Staatsanwaltschaft, floh auf einem Fahrrad. Die 91-jährige Frau ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Dienstag im Krankenhaus gestorben.
22.09.2012, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Bremen-Nord (sfr). Ein Überfall, der sich bereits am Montag, 10. September, in Lüssum ereignet hat, sorgt für weitere Schlagzeilen. Wie berichtet, hatte sich ein unbekannter Täter einer 91 Jahre alten Frau an der Straße An de Holtöber in den Weg gestellt und an ihrer Handtasche gezogen, die sie um den Lenker ihres Rollators gewickelt hatte. Das Opfer stürzte und zog sich Verletzungen am Kopf zu. Der Täter, heißt es jetzt in einer Erklärung der Staatsanwaltschaft, floh auf einem Fahrrad. Die 91-jährige Frau ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Dienstag im Krankenhaus gestorben.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt wegen Diebstahls und Körperverletzung mit Todesfolge. Sie bittet um Hinweise unter 362-3888 an den Kriminaldauerdienst und hat eine Belohnung in Höhe von 3000 Euro ausgesetzt.

Für Empörung sorgt der Fall in Reihen des Sozialverbands Deutschland (SoVD), dessen Mitglied das Opfer offenbar war. Der Verband fordert in einer Erklärung politische Konsequenzen. "Glaubt man der offiziellen Statistik, so geht die Zahl der Raubdelikte zurück", sagt SoVD-Kreisvorsitzende Walter Grubert, "aber wir erleben das ganz anders". Nach Einschätzung Gruberts häuft sich die Zahl der Überfälle auf ältere Personen in Bremen-Nord, der Kreisvorsitzende fordert deshalb mehr Polizeipräsenz. "Es heißt immer, es gebe zu wenig Beamten für eine regelmäßige Überwachung der Straßen, die Verkehrsüberwachung klappt jedoch problemlos", bemängelt Grubert. Viele ältere SoVD-Mitglieder würden sich oftmals nicht mehr auf die Straße trauen. Grubert wünscht sich auch eine härtere und schnellere Bestrafung bei Raubdelikten, um potenzielle Täter stärker abzuschrecken. "Es kann doch nicht sein, dass Rentner wegen fünf Euro einfach umgehauen werden."

In einer weiteren Pressemitteilung des Sozialverbands heißt es: "Wann begreift die Politik endlich, dass man nicht an der Sicherheit der Bürger sparen darf?" Es müsse in der heutigen Zeit trotz schwieriger Arbeitsbedingungen Hauptaufgabe der Polizei sein, für die Sicherheit der Mitbürger zu sorgen. Stattdessen, moniert der Landesverband, sei es zur Normalität geworden, die täglichen Meldungen über Überfälle, Einbrüche und Raubüberfälle zur Kenntnis zu nehmen.

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