Essen zwischen zwölf und zwei

Restaurant Zen: Japan-Küche für Vegetarier

Eine kulinarische Reise versprechen gastronomische Betriebe im Forum am Wall, die sich unter dem Namen „Wache 6“ vereint haben. Dazu gehört ein Ausflug in die japanische Küche, den das vegetarische Restaurant Zen anbietet.
09.05.2016, 07:54
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Restaurant Zen: Japan-Küche für Vegetarier

Firsch und vegetarisch ist die Japan-Kost, die Emiko Sugiyama serviert.

Frank Thomas Koch

Eine kulinarische Reise versprechen gastronomische Betriebe im Forum am Wall, die sich unter dem Namen „Wache 6“ vereint haben. Dazu gehört ein Ausflug in die japanische Küche, den das vegetarische Restaurant Zen anbietet.

Zum Lokal gehört das Baumhaus, ein Blickfang mit Plätzen in luftiger Höhe. Mittags ist es jedoch nur für Gruppen ab acht Personen mit Voranmeldung geöffnet.

Mit einem Begleiter nehme ich darum in dem schmalen Restaurant im Erdgeschoss Platz. Das Zen bietet ungewöhnliche Sitzplätze auf Hockern und Kissen, es gibt aber auch normale Stühle. Die Einrichtung ist nicht spektakulär, lässt aber im engen Raum genug Platz für Bewegung.

Mittags ist Selbstbedienung angesagt. Doch die für Deutsche ungewöhnlichen Speisen und Namen verlangen der Bedienung einiges an Aufmerksamkeit ab. Das Personal bleibt freundlich. Bereitwillig erklärt die junge Japanerin, dass Furikake Reisbällchen sind und heute mit schwarzen Nesseln serviert werden. Ein Matche Latte besteht aus Reis-Mandelmilch mit gemahlenem grünen Tee, erläutert sie weiter. Ich bestelle einen Onigiri-Teller mit Reisbällchen und Beilagen (8 Euro), mein Begleiter wählt das Donburi der Woche: Sojaschnetzel in Bärlauchsoße gebraten mit Salat und japanischem Reis (8,50 Euro). Zur Wahl gestanden hätte außerdem das Curry der Woche mit Frühkartoffeln und Kohlrabi (8,50 Euro).

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Hinter dem Tresen bereitet eine weitere junge Japanerin die Speise frisch zu. Bei meinem Essen muss sie nicht viel kochen: Leider ist alles, wie die Reisbällchen, kalt. Dies ist ungewohnt und mundet befremdlich, doch wir können sicher sein, dass wir original japanische Traditionen kennen lernen. Beide Reisbällchen sind stark gesalzen, eines ist in Hanfsamen und Sesam gerollt. Bis auf den Sesamgeschmack ist die Speise recht farblos. Dies gilt auch für das Reisbällchen mit schwarzer Nessel.

Besser schmeckt mir der Linsensalat, der schön mehlig und aromatisch ist. Der Salat mit grünem Spargel schmeckt so gar nicht nach Spargel, sondern etwas säuerlich und nach dem reichlich vorhandenen Kohlrabi. Am liebsten mag ich den heißen Matche Latte. Es ist ein ungewöhnliches Geschmackserlebnis und erinnert entfernt an Haferschleim, doch es ist durchaus nicht unangenehm.

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Mein Begleiter hat es besser getroffen: Sein Essen ist warm und hat viele Geschmacksnuancen. Zwar dringt das Bärlaucharoma kaum durch, doch die Sojaschnetzel sind gut gewürzt, der Reis schmeckt rund und voll, und dazu gibt es geschmorte grüne Bohnen, Karotten und Zwiebeln. Der grüne Salat ist knackig und frisch und mit einem milden Dressing angereichert. Wer sich auf eine kulinarische Reise begeben möchte, dem ist das Zen wärmstens zu empfehlen, auch wenn nicht alle Speisen unserem westlichen Gaumen schmeicheln.

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Zen, Am Wall 201, 28195 Bremen, Telefon 16 16 56 81, barrierefrei. Getränkepreise: Tee 2,80 Euro, Wasser (0,33 l) 2 Euro, Saft (0,2 l) 2 Euro, Smoothie 4,20 Euro.

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