Nachhaltigkeit und eine bessere Welt Restaurant Zen lädt zum „Eco Fest“ im Wallforum ein

Es ist die ganz große Frage, die sie bewegt: Wie wollen wir in Zukunft leben? Nun ruft Restaurantbesitzerin Tomoko Soejima vom Zen das „Eco Fest“ aus. Von Freitag bis Sonntag, 3. bis 5. November, soll es um Nachhaltigkeit und eine bessere Welt gehen.
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Von Liane Janz

Es ist die ganz große Frage, die sie bewegt: Wie wollen wir in Zukunft leben? Beim Japanfest im Februar ging es noch allein um die atomare Katastrophe in Fukushima im März 2011 und ihre Nachwirkungen. Jetzt legt das Team um Restaurantbesitzerin Tomoko Soejima nach und ruft das „Eco Fest“ aus.

Im Wallforum, Am Wall 201, soll es von Freitag bis Sonntag, 3. bis 5. November, um Nachhaltigkeit und eine bessere Welt gehen. Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker, Designer, Produzentinnen, die sich in ihrem Schaffen mit genau diesem Thema auseinandersetzen, können noch Platz für Ausstellungstische anmieten.

„Wie kann man einen positiven Einfluss nehmen durch sein Konsumverhalten“, sagt Julia-Aya Reineke-Kriete, die zusammen mit Tomoko Soejima und Alex Wolters das Fest organisiert. Darüber soll informiert werden. Eingerichtet wird dafür eine Do-it-yourself-Ecke, in der es um Up- und Recycling geht. Beispielsweise können die Besucher Kleidung aus zweiter Hand kaufen und von Tomoko Soejima, die auch Künstlerin ist, eine Skizze zeichnen lassen. Das Motiv kann beispielsweise durch Patchwork-Arbeit aufs Shirt oder die Bluse aufgetragen werden. Aber auch Haushalts- und Gebrauchsgegenstände können umkonstruiert und zu neuen nützlichen Helfern oder Geschenken werden.

Mit seiner Kollektion aus umgestalteter Militärkleidung ist der japanische Designer Nebulavo dabei. Mit den abgeänderten, recycelten Sachen möchte er nicht nur mehr Nachhaltigkeit zeigen, sondern auch etwas für Frieden auf der Welt tun, indem er militärische Schnitte für das zivile Leben umnutzt.

Eines für alles hat Wakiya dabei. Die Designerin bringt Furoshiki mit. Das ist ein Tuch, das vielseitige Verwendung findet, beispielsweise als Einkaufstasche, Schal, Decke, Geschenkverpackung. Sie bietet die Tücher auf dem „Eco Fest“ an und zeigt auch gleich, wie sie für welchen Zweck geknotet werden. Bambus als schnell nachwachsenden Rohstoff haben die Handwerker von „Power of Bamboo“ für sich entdeckt. Sie bauen aus den dicken, hölzernen Grashalmen Küchenutensilien und Dreiräder.

„Wir wollten möglichst auch regionale Anbieter dabei haben“, sagt Mit-Organisatorin Julia Reineke. Darum wird auch das Modegeschäft Tadellos aus dem Steintor mit fair hergestellter und gehandelter Kleidung im Wallforum sein. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und die Verbrauchergenossenschaft Benergie werden darüber informieren, wie jeder einzelne im täglichen Leben mehr für Klima und Umwelt tun kann.

Ein spezielles Menü wird das ganze Wochenende über serviert. Vegan wird es sein und mit so vielen biologisch produzierten Zutaten, wie möglich, das ist mal klar. Und japanisch wird es außerdem auch noch, denn mit ihrem Restaurant Zen, das sich im Wallforum befindet, hat sich Tomoko Soejima auf vegane japanische Gerichte spezialisiert. Chefin Emiko Sugiyama wird ein Gericht kreieren, das auf Atomtellern gereicht wird. Je leerer der Teller wird, umso sichtbarer werden die Standorte der Atommeiler in Deutschland.

Die Atomteller sind eine Kreation der Autorin und Regisseurin Mia Grau und des Architekten und Gestalters Andree Weissert. Mit blauer Farbe stellen sie auf weißem Untergrund Atommeiler dar und haben damit auch schon viel Aufsehen erregt. Das spezielle Menü wird hauptsächlich im Baumhaus im Wallforum serviert. Wer dort nicht hochkommt, kommt auch ebenerdig im Restaurant Zen in den strahlend blauen Genuss.

Da am Sonntag die Bibliothek geschlossen ist, können sich die Veranstalter auch unter den Arkaden, vorm Bibliothekseingang ausbreiten. Diesen Platz würden sie gern an Aussteller vermieten, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen. Es geht um Recycling, Upcycling, plastikfreie Produktion, vegane Produkte, biologisch produzierte Alltagsdinge oder auch um friedenstiftende Aktionen.

Das „Eco Fest“ beginnt am Freitag, 3. November, um 13 Uhr und endet voraussichtlich um 20 Uhr. Am Sonnabend, 4. November, wird der Nachhaltigkeit von 10 bis etwa 18 Uhr und am Sonntag, 5. November, von 10 bis etwa 17 Uhr gefrönt.

Zeitgleich eröffnet Tomoko Soejima, die auch als Tattoo-Künstlerin Soe Sezuki unterwegs ist, mit anderen Tattoo-Künstlern die Ausstellung „Anti Nuke Shit volume 6“ im Antiquariat Seitenblick in der Contrescarpe 45. Sie zeigen mit ihren Bildern, von sie von Atomenergie und atomarer Aufrüstung halten. Die Ausstellung beginnt am Freitag, 3. November. Am Sonnabend, 4. November, wird es von 16 bis 18 Uhr eine Teatime mit Künstlergespräch geben.

Die Ausstellung endet am 10. November und kann von montags bis sonnabends von 9 bis 14 Uhr und von 15.30 bis 18 Uhr besucht werden. Anbieter und Produzenten, die am Sonntag im Wallforum einen Ausstellungstisch aufstellen möchten, finden Kontakt auf Facebook unter „Eco Fest in Bremen“.

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