Bilanz nach der Badesaison: Nordbremer DLRG-Helfer leisten 3198 Wachstunden Rettungsschwimmer gehen in die Winterpause

Burg-Grambke (jla). Hohe Temperaturen und strahlend blauer Himmel – weil in diesem Sommer häufig bestes Badewetter herrschte, hatten die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Bremen-Nord besonders viel Arbeit. Am Sportparksee Grambke leisteten die Rettungsschwimmer nach Angaben von Heye Walter, Bezirksleiter der DLRG Bremen-Nord, in den vergangenen Monaten insgesamt 3198 Wachstunden – 709 Stunden mehr als im vergangenen Jahr.
22.09.2015, 00:00
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Rettungsschwimmer gehen in die Winterpause
Von Julia Ladebeck

Hohe Temperaturen und strahlend blauer Himmel – weil in diesem Sommer häufig bestes Badewetter herrschte, hatten die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Bremen-Nord besonders viel Arbeit. Am Sportparksee Grambke leisteten die Rettungsschwimmer nach Angaben von Heye Walter, Bezirksleiter der DLRG Bremen-Nord, in den vergangenen Monaten insgesamt 3198 Wachstunden – 709 Stunden mehr als im vergangenen Jahr.

„Wir hatten schönes Wetter und durchgehend eine gute Wasserqualität“, begründet Walter den hohen Arbeitsanfall. Anders als in den Jahren zuvor, wurden im Sportparksee keine Blaualgen festgestellt. Dem ungetrübten Badespaß stand daher nichts im Weg. Umso mehr hatten die Helfer von der DLRG zu tun.

30 Mal leisteten sie Erste Hilfe, vor allem mit Schnittverletzungen und Wespenstichen hatten die Rettungsschwimmer am Sportparksee zu tun. „In zwei Fällen reagierten die Betroffenen auf die Stiche mit einem allergischen Schock“, so Walter. Anfang August retteten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte zudem einen Mann vor dem Ertrinken. „Unerfreulich war“, so Walter, „dass wir immer wieder Leute ermahnen mussten, die zu viel Alkohol getrunken hatten. Wir haben mehrmals auch die Polizei zu Hilfe gerufen, um die Badegäste zu disziplinieren“.

Die Wachstunden plus weitere Einsätze, bei denen Veranstaltungen von der Wasserseite aus gesichert wurden, wurden von rund 30 Ehrenamtlichen bewältigt. Sie waren unter anderem bei der Sail Bremerhaven, der Pappbootregatta in Vegesack, der Motorbootregatta an der Waterfront, dem City-Triathlon, der Weser-Herbst-Regatta auf der Weser und den Dixieland-Tagen an der Lesum im Einsatz. Ein weiteres Mal werden sie voraussichtlich am 3. Oktober bei der Einheitsregatta auf dem Sportparksee Wache schieben.

Der Taucheinsatzzug der DLRG hat seit Januar im Auftrag der Feuerwehr elf Einsätze übernommen. „Die Taucher haben beispielsweise einen Verunfallten am Grohner Jachthafen geborgen.“ An der Suche nach dem 18-jährigen Flüchtling, der Ende August im Achterdieksee ertrunken ist, seien die DLRG-Taucher aus Bremen-Nord ebenfalls beteiligt gewesen, so Walter. Er weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass viele Asylsuchende nicht schwimmen können. Bundesweiten DLRG-Zahlen zufolge kamen in diesem Jahr 27 Flüchtlinge bei Badeunfällen ums Leben.

„Die Aufträge der Feuerwehr konnten wir gut abarbeiten, weil wir personell gut ausgestattet waren“, betont Walter. Am Sportparksee habe es indes in einer Woche, während der Sail in Bremerhaven, ein Besetzungsproblem gegeben.

Die Personalsituation sei ein Thema, das die DLRG Bremen-Nord dauerhaft beschäftige. „Es ist schwierig, Personal zu rekrutieren.“ Dabei engagiert sich die DLRG insbesondere für ihren Nachwuchs, beispielsweise mit einem Ferienprogramm im Sommer. Die Nordbremer DLRG-Jugend beteiligte sich auch am Jugendlager des Landesfeuerwehrverbands am Werdersee. „Unsere Jugendlichen haben dort Workshops zum Thema Wasser gegeben.“

Die Saison wird offiziell am 10. Oktober beendet. Dann holen die Rettungsschwimmer die Badebojen aus dem Wasser und feiern an der Wache am Sportparksee ein kleines Grillfest. In den Wintermonaten stehen die Pflege der Gerätschaften und der Wache auf dem Plan.

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