Hilferuf für „Kleines Paradies“ Rettungsweg für die „Komplette Palette“ gesucht

Die Eröffnung des Kulturprojekts „Komplette Palette“ in Hemelingen droht zu scheitern, wenn es nicht einen Rettungsweg für 16-Tonner gibt.
23.05.2017, 14:49
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Rettungsweg für die „Komplette Palette“ gesucht
Von Pascal Faltermann

Die Eröffnung des Kulturprojekts „Komplette Palette“ in Hemelingen droht zu scheitern, wenn es nicht einen Rettungsweg für 16-Tonner gibt.

Die Eröffnung der „Kompletten Palette“ an einem neuen Standort im Hemelinger Hafen steht auf der Kippe. Am Sonnabend, 27. Mai, sollte unter dem Titel „Das Kleine Paradies“ ein Opening gefeiert werden. Die Feuerwehr bemängelte die unzureichenden Rettungswege. Bis Mittwochnachmittag muss ein Konzept für eine Baustraße her, um diese dann einzurichten. Im Internet baten Vertreter der Zwischenzeitzentrale und Initiator Immo Wischhusen um Hilfe. Zahlreiche Unterstützer und Helfer versuchen, auf den letzten Drücker das Projekt am Sporthafen in Hemelingen zu retten.

Der Musiker und Künstler Immo Wischhusen, bekannt als Rapper Flowin Immo, arbeitet seit mehr als 40 Tagen mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern daran, zum zweiten Mal das Kulturprojekt an der Weser umzusetzen. Aus Holzpaletten hat er eine Bühne gebaut, daneben sind eine Bar, eine Treppe, eine Toilette und viele andere Dinge aus Holz entstanden. Im vergangenen Jahr hatte er die „Palette“ noch auf dem Zwischennutzungsgelände am „Baywatch“ organisiert. Musik, Workshops, Kunst und Partys wurden angeboten. Das jetzige Gelände ist etwa 7000 Quadratmeter groß, 70 Meter breit, 100 Meter lang. Waren es 2016 noch 199 Personen, könnten dieses Jahr maximal 999 Besucher auf dem Gelände Platz finden.

Lesen Sie auch

Das Dauer-Sommer-Festival kann nun aber an der fehlenden Zufahrtsstraße scheitern. Am Montag hatten sich die Verantwortlichen von Feuerwehr, Polizei, Hafenamt, Beirat, Ortsamt und Bauamt sowie andere zuständige Personen vor Ort getroffen. Das Ergebnis: „Wir brauchen einen drei Meter breiten und 350 Meter langen Zufahrtsweg, der im Fall der Fälle von Rettungskräften mit 16-Tonnen-Einsatzfahrzeugen sicher erreichbar ist“, sagt Wischhusen. Denn der fehlt derzeit noch.

Für eine mobile Baustraße müssten 34.000 Euro gezahlt werden. Dimensionen, die die Gesamtkosten des Projektes weit übersteigen würden. „Gibt es in unserem gemeinsamen Gesamthirn nicht bessere Lösungen?“, fragt der Rapper. Nun muss bis zum Dienstschluss am Mittwoch, also 16.30 Uhr, ein Konzept eingereicht werden, das dann bis Freitag umzusetzen ist. Andernfalls steht das Verbot der Auftaktveranstaltung bevor, unter Androhung von Strafe. Im Internet entstand eine riesige Welle an Unterstützung. Vor allem Tiefbaufirmen und der THW wurden immer wieder ins Spiel gebracht. Personen, die eine Idee haben oder helfen möchten, können sich Immo Wischhusen per Facebook oder unter dkp@dkp.online melden.

Wischhusen glaubt an Lösung

Wischhusen will bis Mittwoch optimistisch bleiben und glaubt daran, dass eine Lösung gefunden wird. „Sonst stürzt das Kartenhaus erst einmal ein“, so Wischhusen. „Wir versuchen aber alles möglich zu machen.“ Am Sonnabend soll schließlich das Programm starten. Geplant ist ein Programm mit Musik von Reggae bis Soul, von HipHop bis Techno. Und einen Special Guest soll es auch geben. Dabei soll es sich um einen rothaarigen Sohn der Stadt handeln. Der Name wird noch nicht verraten.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+