Markt-Kette will Senatsbeschluss kippen

Rewe zieht gegen Alkoholverkaufs-Verbot in Bremen vor Gericht

Der Bremer Senat hat den Außer-Haus-Verkauf von Alkohol in der vergangenen Woche eingeschränkt. Anlass waren Verstöße gegen die Corona-Regeln. Nun geht die Supermarkt-Kette Rewe dagegen vor.
24.06.2020, 16:49
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Rewe zieht gegen Alkoholverkaufs-Verbot in Bremen vor Gericht
Von Jan-Felix Jasch
Rewe zieht gegen Alkoholverkaufs-Verbot in Bremen vor Gericht

Rewe geht gerichtlich gegen das Alkoholverkaufs-Verbot vor.

Christina Kuhaupt

Der Bremer Senat hat den Außer-Haus-Verkauf von Alkohol vergangene Woche eingeschränkt. In drei Bereichen der Stadt dürfen alkoholhaltige Getränke am Wochenende ab 22 Uhr nicht mehr verkauft werden. Anlass waren vermehrte Verstöße gegen die Abstandsregeln. Sozusagen das Fass zum Überlaufen brachten die von Polizei und Ordnungsamt festgestellten diversen Verstöße am Wochende 12. bis 14. Juni.

Am ersten Wochenende nach dem Verkaufsverbot hatte es dann laut Polizei keine größeren Zwischenfälle gegeben, wenngleich sich auch bei den Kioskbetreibern Kritik am Verbot mehrte.

Nun will die Supermarktkette Rewe gerichtlich gegen das Verbot vorgehen. Deutliche Kritik an dem Vorgehen kommt von Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD). „Diese Maßnahme wird für das Unternehmen wohl kaum existenzbedrohend sein“, so Mäurer. In Bremen seien aktuell zwei Filialen von dem Verbot betroffen. „Ich erwarte, dass auch ein Unternehmen wie Rewe, das bislang keine Einschränkungen durch das Virus hinnehmen musste, seinen Teil zur lokalen Corona-Bekämpfung beiträgt, ohne gleich vor Gericht zu ziehen“, sagt der Innensenator weiter.

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Rewe hat bis zum Abend nicht auf eine Anfrage unserer Redaktion zu dem Vorgehen der Kette gegen das Alkoholverkaufs-Verbot reagiert.

++ Dieser Artikel wurde um 17.54 Uhr aktualisiert ++

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