Bau Richtfest am Nebelthau-Gymnasium

Lesum. Den beiden Handwerkern dort oben unter dem Richtkranz machte die schneidende Kälte gestern Morgen nichts aus. Anders die gut 150 Zuschauer unten auf sicherem Boden: Nachdem die Schüler des Eduard-Nebelthau-Gymnasiums bunte Ballons gen Himmel schickten, sollte es nur ein paar Minuten lang dauern, bis sich die Stuhlreihen im gut geheizten 'Kiosk' der Schule gefüllt hatten.
12.01.2010, 15:20
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Von Christina Denker

Lesum. Den beiden Handwerkern dort oben unter dem Richtkranz machte die schneidende Kälte gestern Morgen nichts aus. Anders die gut 150 Zuschauer unten auf sicherem Boden: Nachdem die Schüler des Eduard-Nebelthau-Gymnasiums bunte Ballons gen Himmel schickten, sollte es nur ein paar Minuten lang dauern, bis sich die Stuhlreihen im gut geheizten 'Kiosk' der Schule gefüllt hatten.

Für die mittlerweile 119 Mädchen und Jungen an dem privaten, evangelischen Gymnasium der Stiftung Friedehorst gibt es zu wenig Platz. Aber nicht mehr lange: Schon in ein paar Monaten werden die neuen Räume bezogen. Die Arbeiten am Rohbau und Dachstuhl sind beendet.

Zwölf Klassenräume (von denen die Hälfte statt mit herkömmlichen Kreidetafeln mit hochmodernen Mediaboards ausgestattet wird), zwei Differenzierungsräume, eben so viele für den naturwissenschaftlichen Unterricht sowie ein Lehrerzimmer und diverse Verwaltungsräume sind geplant. Herz des Neubaus jedoch ist ein Großes Forum - Ort der Zusammenkunft jedweder Art. Die Vorfreude auf diese neue Ära am Nebelthau-Gymnasium stand gestern vielen, insbesondere den Rednern, ins Gesicht geschrieben. Zum Beispiel dem Friedehorst-Vorsteher und Pastor Hans-Peter Reeb, Thomas Röwekamp (Fraktionschef der Bremischen CDU) und Schulleiter Karsten Lüpke. Kein Wunder: Das aktuelle Domizil im Eldon-Burke-Haus ist ein Provisorium.

Röwekamp war es, der in seiner Rede noch einmal an die Schwierigkeiten erinnerte, die dem Bauvorhaben im Wege standen: Zum Beispiel die Probleme bei der Finanzierung. Das sei beileibe nicht der einzige Vorbehalt gegen den Bau gewesen - auch habe es Stimmen gegeben, ob das Nebelthau-Gymnasium mit diesem Vorhaben anderen Schulen den Rang ablaufen könnte. Alle Diskussionen hätten sich jedoch gelohnt, findet Röwekamp.

Er selbst blickt, was die noch zu entwickelnden Rahmenbedingungen für ein 'gutes Lernen' angeht, mit großen Erwartungen in die Zukunft. Am Ende eines bildungspolitischen Exkurses, appellierte der Bremer CDU-Chef, der eine mangelnde Einheitlichkeit der Bildung in Deutschland beklagt, Bildungspolitik als nationale Aufgabe zu verstehen - und zwar gegen die Eitelkeiten und Widerstände der Länder.

Friedehorst-Vorsteher Hans-Peter Reeb, der zunächst seinem Vorgänger Georg-Hinrich Hammer dankte ('er hat den Impuls für diese Schule gegeben'), setzte den Schwerpunkt seiner Rede auf die Aufgabe von Schule; die Aufgabe des Nebelthau-Gymnasiums: 'Bildung beinhaltet neben Wissensvermittlung auch die Bildung der Persönlichkeit', meinte er. Stolz ist Reeb vor allem darauf, mit dem Gymnasium einen deutlichen Akzent in der Bildungslandschaft zu setzen. Darüber hinaus hofft er, dass die neuen Räumlichkeiten den Wissensdurst der Schüler noch beflügeln. 'Nun geht es darum, das Gebäude nach seiner

Fertigstellung mit Leben zu füllen', schloss er. Bevor warme Suppe ausgeteilt wurde, kam neben der Elternvertretung auch Schulleiter Karsten Lüpke an die Reihe: In seinem Worten war viel von der Freude zu spüren, die alle - Schüler und Lehrer - angesichts der neuen Schulräume fühlten. Er hofft, dass auch die Lesumer von der Schule profitierten, eine strukturelle und bauliche Aufwertung habe der Stadtteil durch sie bereits erfahren.

Die Gesamtkosten für dieses Projekt belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro. Wenn das Nebelthau-Gymnasium wie erwartet weiter so rasant wächst könnte der Neubau in ein paar Jahren schon zu klein werden.

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