Fußball-Freunde gründen offiziellen Fan-Club / Es gibt bereits mehr als 30 Mitglieder – Tendenz steigend

Ritterhuder jubeln für Werder Bremen

Nachdem 1990 der letzte Fanclub in Ritterhude aufgab, gibt es jetzt einen neuen Ansatz: Der "Werder Fanclub Ritterhude" existiert erst kurz, hat jedoch schon jetzt einen guten Mitgliederzulauf.
05.01.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Wilhelm Schütte

Nachdem 1990 der letzte Fanclub in Ritterhude aufgab, gibt es jetzt einen neuen Ansatz: Der "Werder Fanclub Ritterhude" existiert erst kurz, hat jedoch schon jetzt einen guten Mitgliederzulauf.

Ritterhude. Während der Gründungsversammlung des "Werder Fanclubs Ritterhude" waren bereits 13 Freunde des Bremer Vereins dabei. Und damit deutlich mehr, als die sieben von Werder geforderten Mindest-Personen. Clublokal ist die "Sportklause" an der Straße Am Großen Geeren. Derzeit gehören 33 Mitglieder zwischen 16 und 60 dem Club an – Tendenz steigend. Vorsitzender ist Carsten Segelken, sein Vertreter Axel Bringmann, Kassenwart Stefan Wendler.

Die Mitgliedschaft ist kostenlos, es gibt jedoch eine Fördermitgliedschaft. Sie liegt bei zwölf Euro im Jahr. Mit diesem Geld sollen die Kosten gedeckt oder Vereinsfeiern bezuschusst werden. Es wird aber auch in Erwägung gezogen, nach Befragung der Mitglieder sozial schwache Kinder und Jugendlich zu unterstützen.

Die Idee, einen Werder Fanclub zu gründen, ist in Ritterhude nicht neu. Bereits im Jahre 1977 fanden sich Fans zusammen und gründeten in den "Jägerstuben" den "SV Werder Fanclub Ritterhude". Ende der 1990er Jahre löste sich der Club auf, um jetzt eine Wiederbelebung zu erfahren.

Ziel des Werder Fanclubs ist die Unterstützung der Bundesligamannschaft und des Vereins. Dazu gehören Besuche der Heimspiele und Fahrten zu den Auswärtsbegegnungen. In Arbeit auf der neu erstellten Webseite des Vereins ist ein kleiner Führer für die auswärtigen Bundesligastadien. Auch andere Aktivitäten werden vom Club organisiert.

Am 2. Februar ist eine Kohlfahrt geplant, für die Rückrunde sind Fahrten zu einigen Auswärtsspielen vorgesehen. Kürzlich waren Vertreter des Clubs bei der Weihnachtsfeier der Fanclubs in der Loge der Ostkurve des Weserstadions mit rund 800 Personen vertreten. Dort hatten die Ritterhuder auch die Gelegenheit, mit Marco Arnautovic zu sprechen. Der Ritterhuder Club ist Mitglied im Dachverband der Werder-Fanclubs und erkennt den Fan-Ethik-Kodex an. Zum derzeit viel diskutierten und von den Bundesligavereinen verabschiedeten Sicherheitskonzept hat der Club einiges zu sagen.

Er spricht sich klar gegen jede Gewalt oder das Abbrennen von Pyrotechnik aus. Dennoch gehe das Konzept nach der Aussage der Verantwortlichen zu weit. Immerhin seien die Verursacher von Krawallen immer nur eine kleine Anzahl von Unverbesserlichen. "Wer nichts zu verbergen hat, der kann auch schlecht etwas gegen eine Videoüberwachung haben", sagt Vorsitzender Carsten Segelken. Er spricht sich jedoch eindeutig gegen die Kürzung von Karten bei Auswärtsspielen aus und lehnt jede Art von Nacktkontrollen ab. "Ich bin für scharfe Kontrollen und finde sie bei Auswärtsspielen teilweise sogar recht lasch, ich werde jedoch vor den Ordnungskräften nicht meine Hose herunterlassen", ergänzt der Vorsitzende drastisch.

Infos: www.Werder-Fanclub-Ritterhude.de.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+