Sänger, Tänzer und andere Künstler RTL Castingshow "Das Supertalent" in Bremen

Bei der Castingtour von "Das Supertalent" in Bremen stellen sich Sänger, Tänzer und andere Künstler vor. Auch eine Sandmalerin zeigt der Jury ihr Können.
05.04.2018, 20:22
Lesedauer: 3 Min
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Von Emma Gasster

Als Pawel Nowotnik sein Lied anstimmt, zittert die Stimme ganz leicht. Es ist offensichtlich: Ganz ohne Nervosität geht es an diesem Tag nicht. Der Pole steht im Maritim Hotel und singt „Say Something“ von Christina Aquilera. Seine einfühlsame Stimme hallt durch das Zimmer und zieht die Blicke der anderen Teilnehmer auf sich. Man müsse eine gute Stimme haben, aber auch einen interessanten Hintergrund, sagt er. Nowotnik ist einer der Bremer, die sich an diesem Donnerstag für die neue Staffel der RTL-Serie „Das Supertalent“ bewerben.

Die Castingshow soll im Herbst 2018 zum zwölften Mal ausgestrahlt werden. Auf der Suche nach Talenten ist das Team wieder in ganz Deutschland, der Schweiz und Österreich unterwegs. Egal ob Sänger, Akrobaten, Tänzer oder Comedians: Bei „Das Supertalent“ können sie alle mitmachen. Siegerin der vergangenen Staffel war die zehnjährige Alexa Lauenburger. Sie hat mit einer Hundeshow das Finale gewinnen können. Setzt man sich dort gegen die Konkurrenten durch, gewinnt man 100.000 Euro.

Dieter Bohlen sitzt nicht in der Jury

Der dritte Halt des Teams ist Bremen. Zum offenen Casting ist jeder auch ohne Anmeldung eingeladen. Doch statt Produzent Dieter Bohlen, Moderatorin Nazan Eckes oder Choreograph Bruce Darnell sitzen an diesem Tag lediglich Mitarbeiter der Produktionsfirma und RTL in der Jury.

„Die sahen alle ganz lieb aus“, berichtet Mara Skrodolies. Die kleine Tänzerin ist acht Jahre alt und mit ihrer Mutter zum Casting gekommen. Von ihrem dunklen Pullover blitzen silberne Flecken, und ihre schwarzen Strümpfe sind bis unter die Knie hochgezogen. Ihr Lieblingssänger? Justin Bieber. Sie tanzt seit vier Jahren Hip-Hop-Freestyle und ist sogar schon norddeutsche Vize-Meisterin geworden. In die nächste Runde gekommen ist die Schiffdorferin trotzdem nicht. Dabei wollte sie so gerne Bruce Darnell sehen. „Der ist so lustig“, sagt Mara. Unterkriegen lässt sie sich davon aber nicht. Gleich am nächsten Tag fährt Mara weiter zur deutschen Meisterschaft in Karlsruhe.

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Silke Wiederhold ist zum Singen gekommen. Zur Feier des Tages hat die Delmenhorsterin extra ihre roten Pumps mitgebracht. Im Wartezimmer spielt sie leise auf ihrem Tablet „Hometown Glory“ von Adele ab. „Ich kann mich sehr gut mit Adeles Liedern identifizieren“, sagt die 44-Jährige. Sie würde schon immer mit Leidenschaft singen. Außerdem helfe es ihr loszulassen. „Im Oktober 2015 wurde ich mit Krebs diagnostiziert. Danach kamen sechs Monate intensive Behandlung, inklusive Strahlentherapie“, sagt sie. Das Singen habe ihr wirklich geholfen.

Ihre Hände zittern leicht vor Aufregung, der Gang vor die Jury steht ihr noch bevor. Letztes Jahr sei sie beim Supertalent im Publikum gewesen und habe dann in der Pause spontan auf der Bühne gesungen, erzählt sie. "Dann kam Dieter Bohlen vorbei und meinte, ich sei nicht schlecht." Daraufhin habe sie dieses Jahr die Einladung zum Casting bekommen.

„Die Leute sind immer sprachlos“

Parallel hüpft Daniel Tarasenko aufgeregt durch den großen Flur des Hotels. Der Neunjährige macht einen Handstand auf dem schwarz-grauen Teppich. Dann steht er wieder auf, guckt sich um, und legt mit ein wenig Anlauf einen kleinen Salto hin. Doch nicht er steht an diesem Tag im Mittelpunkt, sondern seine Mutter: Ekaterina Dzyuba ist nach Bremen gekommen, um mit Sand zu malen. In ihren Shows benutzt sie Quarzsand und arbeitet mit einer Kamera und einem Projektor. Dzyuba freut sich auf die Gelegenheit, einen Teil ihres großen Projektes zu zeigen: Sie malt zur Musik von Vivaldi. „Die musikalische Begleitung macht bis zu 50 Prozent des Erfolges aus“, sagt sie. Mittlerweile hat die gebürtige Ukrainerin ihr Outfit geändert, sie trägt ein bodenlanges blaues Ballkleid. Dunkle Ohrringe blitzen hinter ihren blonden Haaren hervor. Ihr Mann hilft das Equipment aufzubauen. Die gesamte Vorbereitung könne bis zu zwei Stunden dauern, sagt Dzyuba. Aber der Aufwand lohne sich: „Die Leute sind immer sprachlos.“

Auch diese Jury konnte die Künstlerin überzeugen: Sie wurde zum nächsten Casting im Juni eingeladen. Das Team von „Das Supertalent“ wird derweil noch in 23 weiteren Städten nach außerordentlichen Talenten suchen.

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