Bremer Polizei warnt vor Trickbetrügern Russischsprachige „Schockanrufer“ erneut aktiv

Bremen. Am Dienstag haben laut Polizei zwei Trickbetrüger Geld in Höhe mehrere Tausend Euro erbeutet. Die Kriminellen gaben sich als russische Verwandte aus.
16.04.2010, 15:33
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Von Sarah Rauch

Bremen. Am Dienstag haben laut Polizeibericht zwei Trickbetrüger Geld in Höhe mehrere Tausend Euro erbeutet. Die Kriminellen gaben sich als russische Verwandte aus.

Bundesweit sind seit geraumer Zeit Trickbetrüger aktiv. Auch in Bremen haben laut Polizei unbekannte Täter zugeschlagen. Die Betrüger haben ihre Taten überwiegend im häuslichen Umfeld verübt. Dabei sollen sie ihre Rollen wechseln und Lügen über vermeintliche Verwandtschaftsbeziehungen erzählen. Zu den Opfern solcher Trickbetrüger zählen laut Polizei oft ältere Menschen.

Am Dienstagnachmittag wurden ein Mann in der Fahr und eine Frau in Horn Opfer der Betrüger. Diese sollen ihre Opfer mit ihrer russischen Herkunft getäuscht haben, meldet die Polizei. Sie sprachen Russisch und gaben sich als Söhne aus. Dabei haben sie ihre Opfer mit Meldungen über einen vermeintlichen Verkehrsunfall schockiert. Anschließend erzählten sie den ahnungslosen Opfern, dass einer ihrer vermeintlichen Söhne in Polizeigewahrsam genommen wurde. Dieser könne nur durch die Zahlung einer hohen Geldsumme wieder freigelassen werden. Ein Bote habe den geforderten Betrag bei den Betroffenen persönlich abgeholt. Mit dieser Masche sollen die Betrüger mehrere Tausend Euro erbeutet haben.

Die Polizei Bremen warnt vor weiteren unseriösen Anrufern. Besonders ältere Bewohner sollten fremden Personen keinen Eintritt ins Haus gewähren. Im Zweifelsfall solle sofort die Polizei alarmiert werden.

Die Polizei gab folgende Verhaltensregeln heraus, durch die sich die Bremer schützen können: So solle man misstrauisch sein, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte ausgeben und Geldforderungen stellen. Zudem sollen die Anrufer nach Dingen gefragt werden, die nur die Verwandten wissen können. Auskünfte über Vermögen solle niemals gegeben werden. Bargeld an Fremde, die angeblich im Auftrag von Verwandten handeln, dürfe nicht übergeben werden. Darüber hinaus sollen Verwandte oder Vertraute über solche Zwischenfälle informiert werden.

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