Peta-Aktion in Bremen "Salat-Ladys" werben für vegane Ernährung

Bremen. Die Temperaturen liegen knapp über dem Gefrierpunkt. Nur mit einem Bikini bekleidet stehen Anja Hägle und Tina Reschke in der Fußgängerzone. Die beiden jungen Frauen haben eine Mission: Sie wollen die Bremer zu Veganern machen.
17.02.2011, 15:14
Lesedauer: 1 Min
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Von Birgit Bruns

Bremen. Die Temperaturen liegen knapp über dem Gefrierpunkt. Nur mit einem Bikini bekleidet stehen Anja Hägele und Tina Reschke in der Fußgängerzone. Die beiden jungen Frauen haben eine Mission: Sie wollen die Bremer zu Veganern machen.

Viele Passanten bleiben verwundert stehen, als sie die beiden jungen Frauen in ihren knappen Bikinis entdecken. Trotz der frostigen Temperaturen tragen die beiden Aktivistinnen der Tierrechtsorganisation Peta nicht viel mehr als ein paar Salatblätter. "Wir wollen die Menschen anregen, über ihre Ernährung nachzudenken", sagt Anja Hägele.

Die 28-Jährige lebt seit fünf Jahren als Veganerin. Das bedeutet, sie isst weder Fleisch noch Fisch. Eier und Milchprodukte lehnt sie ebenso ab. Beim Kleiderkauf achtet sie darauf, Leder und Wolle zu vermeiden. "Wegen mir soll kein Tier leiden", sagt die junge Frau. Außerdem sei eine vegane Ernährung gut fürs Klima, immerhin sei der Treibhauseffekt auch auf die Massentierhaltung zurück zu führen.

Um die Bremer von dieser Lebensweise zu überzeugen, verteilen die "Salat-Ladies" Faltblätter und Broschüren mit veganen Rezepten. Die meisten Passanten zeigen allerdings wenig Interesse am veganen Leben, wenn auch die Frauen im Bikini einige neugierige Blicke auf sich ziehen.

Ein Jahr "Veggiday" in Bremen

Fleischlose Ernährung hat in Bremen seit einem Jahr einen besonderen Stand. Damals richtete die Bürgerstiftung unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Jens Böhrnsen den sogenannten Veggiday ein: Donnerstags sollen die Bremer auf Fleisch verzichten, Bremen war damit die erste Veggi-Stadt in Deutschland. Mittlerweile haben Gent, Wiesbaden und Schweinfurt nachgezogen.

Nach zwölf Monaten Veggiday in Bremen hat Böhrnsen am Donnerstag eine erste Bilanz gezogen. „Nach einem Jahr darf man sagen: der Veggiday ist ein sensationeller Erfolg", sagte Böhrnsen am Donnerstag. Inzwischen beteiligen sich demnach 78 Kindertagesstätten sowie mehrere Schulen an dem Aktionstag. Auch die Bremer Heimstiftung sei an 26 Standorten dabei, genau wie einige Großküchen und Krankenhäuser. Das Bremer Rathaus beteilige sich ebenfalls mit seinem hauseigenen Bankettservice.

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