Investitionen im Bremer Westen

Sanierungen gehen ins Geld

Beschlossen hat der Senat, bei Sanierungen und Neubauten vor allem Schulen in den Blick zu nehmen, aber dennoch werden allein 50 Millionen Euro für das Oslebshauser Gefängnis ausgegeben. Ein Überblick.
10.02.2019, 10:46
Lesedauer: 2 Min
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Sanierungen gehen ins Geld
Von Detlev Scheil
Sanierungen gehen ins Geld

Die Sanierung der Justizvollzugsanstalt in Oslebshausen ist mit Gesamtkosten von mehr als 50 Millionen Euro der größte Einzelposten im Gebäude-Sanierungsprogramm des Bremer Senats für den Bremer Westen.

Hopson

Bremer Westen. Der Senat hat kürzlich das Gebäudesanierungsprogramm 2019 beschlossen. Demnach fließen beträchtliche Summen in den Bremer Westen.

Gröpelingen: Die Gesamtsanierung der Neuen Oberschule Gröpelingen ist mit 14,5 Millionen Euro veranschlagt. Davon wurden 6,6 Millionen Euro bereits ausgegeben. Für dieses und nächstes Jahr stehen jeweils rund vier Millionen Euro zur Verfügung. Der Neubau der Oberschule Ohlenhof in Gröpelingen wird bis 2020 mit Ausgaben in Höhe von 6,8 Millionen Euro verbunden sein. Die energetische Sanierung der Turnhalle bei der Schule an der Oslebshauser Heerstraße ist ebenfalls für 2020 eingeplant, sie ist mit 19 000 Euro veranschlagt.

Rund 150 000 Euro Planungsmittel sind für den Umbau und Anbau beim Kinder- und Familienzentrum am Halmerweg in Gröpelingen reserviert. 50 000 Euro wurden schon gezahlt, der Rest wird dieses Jahr benötigt. Die Brandschutzsanierung an der Grundschule am Pastorenweg wird mit Kosten in Höhe von 661 000 Euro aufgeführt, wovon etwa ein Drittel bereits 2018 aufgewendet wurde. Die restliche Summe ist für 2020 vorgesehen.

Insgesamt 50,7 Millionen Euro verschlingen über mehrere Jahre verteilt umfangreiche Sanierungsarbeiten beim Oslebshauser Gefängnis. Es geht um die Sanierung der denkmalgeschützten Außen- und Innenmauer der Justizvollzugsanstalt (JVA), die Sanierung und den Umbau des Lazarettgebäudes, die Dachsanierung beim Werkhof, die Sanierung von Lüftungsanlagen, Trinkwasseranlagen und der Wärmeversorgung, der Häuser 1 und 2 sowie des Mittelanbaus und der JVA-Bäckerei. In diesem Jahr werden voraussichtlich etwa 7,3 Millionen Euro ausgegeben, weitere große Summen folgen in den nächsten Jahren.

Findorff: Die Sanierung der Grundschule an der Augsburger Straße in Findorff wird auf 5,9 Millionen Euro taxiert. Nachdem 1,9 Millionen Euro schon ausgegeben worden sind, stehen dieses Jahr 200 000 Euro zu Buche. Eine weitere Sanierungsetappe mit Kosten von 3,9 Millionen Euro folgt laut Senatsprogramm ab dem Jahr 2021. Hinzu kommen schon in diesem Jahr 1,5 Millionen Euro für den Teilersatzbau für Haus D und E der Schule Augsburger Straße, der insgesamt 3,8 Millionen Euro kostet. Der Kindergarten Leipziger Straße in Findorff erhält dieses Jahr rund 400 000 Euro für die Erweiterung und den Umbau der Küche. Eine Machbarkeitsstudie in Sachen Horthaus, Kita und Ganztagsschule Weidedamm ist auf 119 000 Euro veranschlagt, wovon 50 000 Euro als erste Rate in diesem Jahr zu entrichten sind. Ebenfalls eine Machbarkeitsstudie wird für die Bezirkssportanlage Findorff hinsichtlich eines Ersatzneubaus in Varianten angestrebt. Dafür werden 140 000 Euro aufgewendet.

Walle: Für die Flüchtlingsunterkunft Elsflether Straße werden teilflächen mit einem Aufwand im Umfang von 840 000 Euro neu hergerichtet. Dafür ist dieses Jahr eine Restfinanzierung von 190 000 Euro zu leisten. Beim Schulzentrum Rübekamp in Walle stehen eine auf dieses und nächstes Jahr verteilte, 100 000 Euro teure Gebäudesanierung sowie eine Erneuerung der Schulküchen für 47 000 Euro im kommenden Jahr an. Rund 768 000 Euro kostet die Schadstoffsanierung des Außengeländes beim Waller Kindergarten „Löwenzahn“ in der Schleswiger Straße. Dafür werden in diesem Jahr 500 000 Euro bereitgestellt.

Grambke: Beim Schulzentrum Alwin-Lonke-Straße in Grambke kostet der erste Bauabschnitt der Dach- und Fassadensanierung 3,6 Millionen Euro. Rund 1,6 Millionen Euro Restfinanzierung sind in diesem Jahr zu leisten.

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