Elfmetertreffer von Ibrahim Aslan sichert 1:0 bei den 'Husaren' und den vierten Sieg am Stück SAV legt Thema Abstieg zu den Akten

Bremen-Nord. Ausgerechnet an der Heimspielstätte des Lokalrivalen SV Grohn feierten Spieler, Trainer und Verantwortliche des Fußball-Bremen-Ligisten SG Aumund-Vegesack gestern nach dem Abpfiff ausgelassen den vermeintlichen Klassenerhalt in der Fußball-Bremen-Liga. Das 1:0 (0:0) war der vierte Sieg in Folge und bescherte dem Team von Interimstrainer Jörg Schröder jetzt zehn Punkte Vorsprung zu den beiden Abstiegsrängen.
03.05.2010, 03:30
Lesedauer: 2 Min
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Von Jens Pillnick

Bremen-Nord. Ausgerechnet an der Heimspielstätte des Lokalrivalen SV Grohn feierten Spieler, Trainer und Verantwortliche des Fußball-Bremen-Ligisten SG Aumund-Vegesack gestern nach dem Abpfiff ausgelassen den vermeintlichen Klassenerhalt in der Fußball-Bremen-Liga. Das 1:0 (0:0) war der vierte Sieg in Folge und bescherte dem Team von Interimstrainer Jörg Schröder jetzt zehn Punkte Vorsprung zu den beiden Abstiegsrängen.

'Das dürfte es gewesen sein. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn nicht', erklärte ein mit dem Ergebnis, aber nicht mit der Leistung zufriedener Jörg Schröder, der ein 'schlechtes Spiel mit einem glücklichen Gewinner' gesehen hatte. Glücklich nicht, weil der SV Grohn, der gemeinsam mit Melchiorshausen die Abstiegsplätze bekleidet, besser war. Glücklich, weil eben auch die SAV nicht gut war und die drei Zähler nur per Elfmetertreffer von Ibrahim Aslan (67.) sicherte.

Der Sieg setzte nicht nur die Serie der Vegesacker fort, sondern passte auch gut in die weiteren Planungen des gestrigen Tages. Fußball-Chef Bernd Siems hatte nämlich zum gemeinsamen Abendessen in die Pizzeria geladen, wo er sich für die vorherigen drei Dreier am Stück bedanken wollte. Nun kam ein Sieg und der aller Voraussicht nach geschaffte Klassenerhalt hinzu.

Während die Vegesacker also im Kreis tanzten, schlichen die 'Husaren' mit hängenden Köpfen in die Kabine. Nichts war gestern zu sehen gewesen vom Aufwärtstrend der Wochen zuvor, in denen der Abstand zum rettenden Ufer verkürzt worden war. Die Abwehr wirkte nicht souverän, dem Mittelfeld fehlte jegliche Kombinationssicherheit, und der Angriff hatte dieses Wort schlichtweg nicht verdient. Eine einzige echte Tormöglichkeit produzierte die Offensivabteilung der Grohner in 90 Minuten, und die machte SAV-Schlussmann Maik Meyer-Wersinger mit einer tollen Parade gegen den zur Pause eingewechselten Wladislaw Pfeifer zunichte (65.). 'Man kann einfach nicht gewinnen, wenn man keine Chancen hat', stellte Grohns Trainer Juan Schrader nach dem Schlusspfiff des guten Unparteiischen Adrian Gajewski (TSV Lesum-Burgdamm) treffend fest.

Die SAV besaß zwar ein deutliches Chancenplus (Matthias Märtens, Ibrahim Aslan, Pavel Kail), doch aus dem Spiel heraus wollte auch kein Tor fallen. So fiel die Entscheidung zwei Minuten nach der Großchance für die 'Husaren' von Pfeiffer unter freundlicher Mithilfe der Gastgeber. Savas Kaleli ging an der rechten Strafraummarkierung gegen den über den linken Flügel im Gegensatz zu den Vorwochen weniger Dampf machenden Matthias Märtens ungestüm und ungeschickt zur Sache - und der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß. Der bis dahin an Ladehemmung leidende Torjäger Ibrahim Aslan bewies vom Punkt Nervenstärke und verlud den guten Keeper Bahadir Kilickeser - 1:0.

Das erwartete Aufbäumen der 'Husaren' blieb aus, ein Führungsspieler fehlte wieder einmal an allen Ecken und Enden. 'Die SAV wollte nicht, wir konnten nicht', meinte Juan Schrader nach einem blassen Spiel, in dem die Grohner Akteure nur beim Einlaufen mit ihren gelb, rot, grün und weiß leuchtenden Schuhen für Farbtupfer am Oeversberg gesorgt hatten.

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