Alter und neuer Spitzenreiter der Bremen-Liga muss um den Dreier in Schwachhausen aber lange zittern - 2:1 SAV wie sie singt und lacht

Vegesack. 'Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey', sangen die Spieler der SG Aumund-Vegesack nach dem 2:1 (1:0)-Auswärtserfolg beim TuS Schwachhausen und tanzten dabei im Kreis. 'Wir genießen einfach die Tabellenführung', strahlte SAV-Coach Kristian Arambasic. Dabei musste der neue und alte Spitzenreiter der Fußball-Bremen-Liga um den fest eingeplanten Dreier beim Abstiegskandidaten lange zittern.
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Von DINO BERNABEO

Vegesack. 'Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey', sangen die Spieler der SG Aumund-Vegesack nach dem 2:1 (1:0)-Auswärtserfolg beim TuS Schwachhausen und tanzten dabei im Kreis. 'Wir genießen einfach die Tabellenführung', strahlte SAV-Coach Kristian Arambasic. Dabei musste der neue und alte Spitzenreiter der Fußball-Bremen-Liga um den fest eingeplanten Dreier beim Abstiegskandidaten lange zittern.

'Ärgerlich, dass wir in Bedrängnis kommen, obwohl wir in der ersten Halbzeit schon alles klar machen können', sagte Arambasic. Alleine Ibrahim Aslan hätte schon nach einer Viertelstunde die Weichen auf Sieg stellen können, als er per Elfmeter scheiterte und zuvor schon aussichtsreiche Chancen ausließ. 'Ich mache ihm keinen Vorwurf, aber manchmal war er auch etwas zu eigensinnig', erklärte sein Coach. Nach einer vierwöchigen Rotsperre stellte Arambasic den Stürmer gegen Schwachhausen von Beginn an auf. 'Ich fühlte mich ein bisschen unter Druck nach meiner Sperre und wollte der Mannschaft was zurück geben', sagte Aslan.

Dabei begann für den 22-jährigen alles nach Maß: Nach vier Minuten behauptete er den Ball im Sechzehner gegen drei Verteidiger und schoss ihn flach ins Eck - 1:0. Danach gelang ihm kein Treffer mehr, weil er entweder am starken TuS-Keeper Benjamin Schimmel scheiterte (14., 58., 88.) oder zu eigensinnig und umständlich agierte (22.). Bei der Elfmetersituation gelang ihm sogar beides: Zunächst wurde er schön durch den erneut sehr spielfreudigen Muhamed Hodzic frei gespielt. Fünf Meter vor dem Tor versuchte Aslan den heraneilenden Torwart auszuspielen und wurde dabei von den Beinen geholt. Den schmeichelhaften Elfmeter schoss der Gefoulte viel zu lasch und unplatziert, so dass der Torwart damit keine Probleme hatte.

Die Gastgeber wurden in der ersten Halbzeit fast nur durch Standardsituationen gefährlich. Ein Kopfball landete an der Latte (10.), ansonsten war Maik Meyer-Wersinger zur Stelle (44.). Die Nordbremer hätten zur Halbzeit deutlich höher führen müssen. 'Wir haben um den Ausgleich förmlich gebettelt', sagte Arambasic. Kurz nach Wiederanpfiff wurde TuS-Stürmer Martin Janke im SAV-Strafraum nicht angegriffen und nutzte die Gelegenheit zum 1:1 (50.).

Die Vegesacker hatten sogar Glück, dass sie nicht in Rückstand geraten sind. Nur drei Minuten später kam Dennis Richter nach einer Freistoßflanke aus fünf Metern zum Kopfball, allerdings landete der Ball direkt in den Händen von Meyer-Wersinger. 'Ein Unentschieden wäre aufgrund dieser Chance gerecht gewesen', meinte TuS-Trainer Thomas Laesch. Am Ende setzte sich allerdings die bessere Spielanlage durch. Die Nordbremer erspielten sich Chancen und Matthias Märtens vollendete einen Sololauf über die linke Seite zum 2:1 (67.). Aus der großen Torjubeltraube hörte man nur einen Satz: 'Wir sind die Eins!' Damit war der Tabellenplatz gemeint.

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