Gewerkschaft bewertet Bildung: „Ungenügend“ in allen Bereichen Schlechtes Zeugnis für Politik

Bremen (mlu). Die Bremer Schüler haben am Freitag ihre Zeugnisse bekommen. Doch nicht nur sie, auch die Politik in Bremen hat ein Halbjahreszeugnis erhalten.
31.01.2015, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Schlechtes Zeugnis für Politik
Von Matthias Lüdecke

Die Bremer Schüler haben am Freitag ihre Zeugnisse bekommen. Doch nicht nur sie, auch die Politik in Bremen hat ein Halbjahreszeugnis erhalten. Absender ist die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Und das Ergebnis lautet: „Versetzung stark gefährdet“. Denn in allen Bereichen lautet die Note „ungenügend“.

Das Zeugnis ist ein Ergebnis des Gewerkschaftstags im November. Verschickt wurde es an den Senat sowie die Mitglieder der Bildungsdeputation – und die Bilanz ist verheerend. So heißt es im Zeugnis, die Lage an den Schulen und Hochschulen habe sich trotz aller Zusagen von Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) nicht verbessert. Die Bildungsfinanzierung sei nach wie vor mangelhaft. „Bildung benötigt endlich eine solide, den Aufgaben angemessene Finanzierung, dafür müssen entsprechende politische Entscheidungen getroffen werden. Worthülsen in Wahlprogrammen und Lippenbekenntnisse reichen nicht aus“, schreibt die GEW.

Bis heute fehle das zusätzliche Personal, das für die Umsetzung der Schulreform nötig sei, bemängelt die Gewerkschaft. Damit die Inklusion gelinge und Ganztagsschulen gute Arbeit leisten könnten, müsse das Personal in allen Bereichen aufgestockt werden – zumal die Unterrichtsversorgung nicht gesichert sei. Berufsschulen erhielten in der Realität nur 88 Prozent der Personalstunden, die ihnen zustünden. An allgemeinbildenden Schulen liege die Quote bei 98 Prozent. Ohne dass jemand ausfalle, sei also ein Unterrichtsausfall von mindestens zwei Prozent programmiert, so die GEW. Und die Situation werde noch dadurch verschlimmert, dass es für Ausfälle durch Schwangerschaft, Elternzeit oder Krankheit nur eine teilweise, verspätete oder gar keine Vertretung gebe.

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