Laut „Bild am Sonntag“

Schlepper halfen Ibrahim Miri zurück nach Deutschland

Der abgeschobene Bremer Clan-Chef Ibrahim Miri ist nach eigenen Angaben mit Schleppern zurück nach Deutschland gekommen. Das berichtet die „Bild am Sonntag“ und beruft sich auf den Asylantrag Miris.
03.11.2019, 08:42
Lesedauer: 1 Min
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Von Max Seidenfaden
Schlepper halfen Ibrahim Miri zurück nach Deutschland

Ibrahim Miri sitzt derzeit in Abschiebehaft.

Christoph Kellner

Mit falschen Papieren und Schleppern ist der Bremer Clan-Chef Ibrahim Miri nach Bremen zurückgekehrt. Das berichtet die „Bild am Sonntag“ und beruft sich auf den Asylantrag, den Miris Anwalt beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) gestellt hat. Demnach habe Miri von Helfern einen neuen Pass bekommen und sei anschließend über Syrien in die Türkei eingereist. Von dort gelang er mithilfe von Schleppern über den Landweg nach Deutschland, wo er zwischen dem 21. und 27. Oktober angekommen sei. Am 30. Oktober schickte sein Anwalt den Asylantrag per Fax an das Bamf. Seine Route zurück nach Deutschland will er laut „Bild am Sonntag“ in der Asyl-Anhörung schildern.

Seine Flucht aus dem Libanon begründet Miris Anwalt mit einem Blutrachekonflikt mit einem anderen Clan, der seit Jahren schwelt. Laut dem Asylantrag sollen sich einige Mitglieder der verfeindeten Familie mittlerweile im Libanon aufhalten und Kontakte zur Hisbollah haben. Miri sei kurz nach seiner Ankunft erkannt und bedroht worden. Auch hierzu will er bei der Asyl-Anhörung laut seinem Anwalt genauere Auskünfte erteilen.

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Ibrahim Miri war im Juli dieses Jahres aus Deutschland in den Libanon abgeschoben worden. Der 46-Jährige war 2014 wegen bandenmäßigen Drogenhandels zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt worden, war im Dezember 2018 auf Bewährung aber wieder frei gekommen. Grund für die vorzeitige Haftentlassung war eine gute Sozialprognose.

Nach seiner Einreise nach Deutschland wurde Miri am vergangenen Mittwoch vor der Bamf-Außenstelle in Bremen-Nord festgenommen. Derzeit befindet er sich in Abschiebehaft, die auf den 2. Dezember begrenzt ist, jedoch auch unter bestimmten Umständen verlängert werden kann. Möglichst bis zum Ende der Woche will das Bamf über den Asylantrag entscheiden.

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