Bundestagskandidatin plaudert mit Gästen über grüne Themen

Schnacken beim Snack

Lemwerder/Berne. Zwischen Snacks und einem Glas Wein hat die grüne Bundestagskandidatin aus Berne, Christina-Johanne Schröder, am Mittwochabend in der Begegnungsstätte Lemwerder mit Interessierten über Themen wie Mobilität, Landwirtschaft und erneuerbare Energien geplaudert. Ihr zur Seite saßen die Vorsitzende des Grünen-Ortsvereins Brigitta Rosenow und der Grünen-Bundestagsabgeordnete Peter Meiwald aus Westerstede.
27.05.2017, 00:00
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Schnacken beim Snack
Von Barbara Wenke
Schnacken beim Snack

Guter Dinge: Peter Meiwald, Christina-Johanne Schröder und Brigitta Rosenow (v.l.).

Christian Kosak

Lemwerder/Berne. Zwischen Snacks und einem Glas Wein hat die grüne Bundestagskandidatin aus Berne, Christina-Johanne Schröder, am Mittwochabend in der Begegnungsstätte Lemwerder mit Interessierten über Themen wie Mobilität, Landwirtschaft und erneuerbare Energien geplaudert. Ihr zur Seite saßen die Vorsitzende des Grünen-Ortsvereins Brigitta Rosenow und der Grünen-Bundestagsabgeordnete Peter Meiwald aus Westerstede.

Die Gäste trugen längst nicht alle grünen Stallgeruch. Auch Vertreter der örtlichen SPD, der FDP sowie der UWL verfolgten den Ausführungen Meiwalds und Schröders. Dabei stellten sie gemeinsames Gedankengut fest. Einig waren sich die Anwesenden, dass sich Deutschland vom Vorreiter in Sachen erneuerbare Energien zum Nachzügler gewandelt habe. Die deutsche Automobilindustrie verschlafe den Umstieg aufs Elektroauto. Und viel Energie verpuffe im Boden, weil Windparks nicht angeschlossen würden.

Zum Thema Mobilität sprachen sich Meiwald und Schröder klar für eine geänderte Verkehrsorganisation aus – für mehr öffentlichen Personennahverkehr sowie für Förderungen von E-Bikes und Car-Sharing-Modellen. Ein Auto stehe zu 90 Prozent herum. Es fahre im Durchschnitt kürzer als fünf Kilometer pro Fahrt, sagt Meiwald. Deshalb müssten Autos gemeinsam genutzt werden, um effizienter zu sein. Christina-Johanne Schröder verwies darauf, dass noch kein Versicherer eine derartige Gemeinschaft absichere und forderte: „Der Staat müsste eine Gruppenversicherung organisieren.“

Beide sprachen sich zudem für sichere E-Bike-Aufbewahrungsstätten an Bahnhöfen aus, damit Nutzer ihre häufig teuren Spezialfahrräder sicher unterstellen können. Das Geld für derartige Förderungen sei vorhanden, versicherte Meiwald.

Der Bundespolitiker wünscht sich zudem Änderungen im Gesetz zur Stromeinspeisung. Ein Vermieter, der seinem Mieter günstig den Strom aus einer eigenen ­Anlage zur Verfügung stellen möchte, würde zum Unternehmer und müsse Abgaben zahlen. Das schrecke ab.

In Bezug auf Landwirtschaft spricht sich der Ammerländer für eine Düngung mit ­Gülle auf Weiden und Feldern aus. „Die ist natürlich. Die Kunstdüngerherstellung ist sehr energieaufwendig.“ Es mache allerdings keinen Sinn, die Gülle von Süd-Oldenburg nach Braunschweig zu fahren. „Da transportiere ich 90 Prozent Wasser.“

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