Auszubildende ermöglichen Maximilian Meyer-Farge die Rückkehr in die Kerzenproduktion Schneidehilfe für die tägliche Arbeit

Osterholz. Seit 2001 lebt der heute 47- jährige Maximilian Meyer-Farge im Wohnpflegeheim der Spastikerhilfe Bremen-Osterholz. Im Alter von fünf Jahren erlitt er einen schweren Unfall und ist seitdem schwer mehrfach behindert. In der angegliederten Tagesförderstätte fand er eine Beschäftigung in der Kerzenherstellung. Seine Aufgabe war es, Kerzenwachs zu schneiden, um es für die Kerzenproduktion vorzubereiten, berichtet Ingrid Osterhorn aus Osterholz.
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Von Wk

Osterholz. Seit 2001 lebt der heute 47- jährige Maximilian Meyer-Farge im Wohnpflegeheim der Spastikerhilfe Bremen-Osterholz. Im Alter von fünf Jahren erlitt er einen schweren Unfall und ist seitdem schwer mehrfach behindert. In der angegliederten Tagesförderstätte fand er eine Beschäftigung in der Kerzenherstellung. Seine Aufgabe war es, Kerzenwachs zu schneiden, um es für die Kerzenproduktion vorzubereiten, berichtet Ingrid Osterhorn aus Osterholz.

Weil sich mit zunehmendem Alter seine Spastik erhöhte, konnte er diese Tätigkeit deshalb nicht mehr ausüben. Der junge Mann war frustriert, fühlte sich nicht mehr seinem Team zugehörig. Auf der Suche nach Wegen, seinem Sohn diese Aufgabe wieder zu ermöglichen, wandte sich sein Vater an das Kraftwerk Farge der "GDF SUEZ Energie Deutschland AG" und fragte nach, ob dort eventuell eine Schneidehilfe für Maximilian gebaut werden könnte. Für fünf Auszubildende des zweiten Lehrjahres wurde daraus ein Projekt.

Sie besuchten Maximilian Meyer-Farge in seiner Arbeitsstätte und ließen sich seine Tätigkeit beschreiben. In Begleitung ihres Ausbildungsleiters Arkadius Lebek machten sie sich engagiert ans Werk, um ein passendes Schneidegerät zu entwickeln und herzustellen. Nun übergaben die beiden Auszubildenden Philipp Schaumburg und Jannik Struwe – auch im Namen der beteiligten Auszubildenden Stefanie Kröger, Kevin Ruß und Ruben Walter – die Schneidehilfe an Maximilian Meyer-Farge. Dem war die Freude anzusehen, als er das Gerät in Empfang nahm und gleich ausprobierte.

Dank der Initiative seines Vaters, der Hilfsbereitschaft des Kraftwerks Farge und der Kreativität und Leistung der fünf Auszubildenden kann Maximilian Meyer-Farge nun wieder aktiv an der Kerzenproduktion mitwirken und hat ein Stück Lebensqualität zurückgewonnen.

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