182. Bremer Eiswette am Punkendeich Schneider muss erneut Boot fahren

Bremen. Geiht sie oder steiht sie? Darum ist es bei der traditionellen Eiswette am Donnerstag wieder gegangen. Und wieder ist der wie gewohnt freche und aufmüpfige Schneider mit dem Boot ans andere Ufer gebracht worden.
06.01.2011, 15:11
Lesedauer: 1 Min
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Schneider muss erneut Boot fahren
Von Jürgen Hinrichs

Bremen. Beinahe hätte die 182. Eiswette am Tag der Heiligen Drei Könige nicht zu Ende geführt werden können. Der Schneider wollte nämlich lieber demonstrieren, als mit seinem heißen Bügeleisen zu testen, ob die Weser fließt oder steht.

Geiht sie oder steiht sie? Darum ging es wieder, als gestern am Osterdeich die traditionelle Bremer Eiswette ausgetragen wurde. Geiht die Weser oder steiht sie - seit mehr als 60 Jahren gibt es darauf stets die gleiche Antwort, denn so lange ist es her, dass der Fluss mal zugefroren war. Also musste der wie gewohnt freche und aufmüpfige Schneider wieder mit dem Boot ans andere Ufer gebracht werden.

Der kleine und mit 99 Pfund außerordentlich leichte Mann ist bei der Eiswette das Maß aller Dinge - kommt er nicht trockenen Fußes über die Weser, schafft es niemand.

Bevor es dann aber soweit war und der Schneider mit einer großen Flasche Eiswettkorn den Schauplatz verließ, um sich von den Seenotrettern wegfahren zu lassen, erlebte das tausendköpfige Publikum ein launiges Rededuell zwischen Eiswettpräsident, Notarius, Medicus, den Heiligen Drei Königen und dem Schneider eben, der sich über alles und jeden lustig machte und einmal mehr die Verkehrspolitik des Bremer Senats aufs Korn nahm: Die neuen Ampeln auf der Kurfürstenallee, Tempo 30 auf der Bismarckstraße und die sündhaft teuren Parkplätze im Concordiatunnel. Ein Schauspiel, das am Ende mit großem Beifall bedacht wurde.

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