Erst Astra, dann Biontech oder Moderna

Kreuzimpfung in Bremen

Wer seine Erstimpfung mit Astra-Zeneca erhalten hat, soll jetzt die Zweitimpfung mit den Vakzinen von Biontech oder Moderna erhalten. So soll der Schutz gegen die Delta-Variante erhöht werden.
01.07.2021, 20:00
Lesedauer: 2 Min
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Kreuzimpfung in Bremen
Von Timo Thalmann

Bereits ab diesen Freitag wird im Bremer Impfzentrum die jüngste Empfehlung der Ständigen Impfkommission zur sogenannten Kreuzimpfung umgesetzt. Das teilte das Gesundheitsressort mit. "Wer im Impfzentrum seine Erstimpfung mit Astra-Zeneca erhalten hat, wird seine Zweitimpfung dann mit Moderna oder Biontech als mRNA-Imfstoff bekommen", sagt Lukas Fuhrmann, Sprecher des Gesundheitsressorts.

Parallel werde geprüft, wie man den ebenfalls empfohlenen verkürzten Abstand zwischen den Impfungen realisiert. "Ob wir Betroffene deswegen nochmal aktiv anschreiben oder aufrufen, sich zu melden, ist noch nicht abschließend geklärt." Für diejenigen, die ihre erste Impfung beim Hausarzt erhalten haben, gilt laut Fuhrmann grundsätzlich, dass auch die zweite Impfung in der ärztlichen Praxis erfolgt. Wie zügig die Hausärzte die neuen Empfehlungen umsetzen können, ist offen. "Nur wenn aus irgendeinem Grund beim Hausarzt keine Zweitimpfung möglich ist, soll man sich ans Impfzentrum wenden." Ob das auch dann gilt, wenn der Arzt keinen mRNA-Impfstoff für die Zweitimpfung zur Verfügung hat, konnte Fuhrmann aber nicht bestätigen.

Insgesamt zeige sich die Situation bei einer inzwischen erreichten Impfrate von über 63 Prozent Erstimpfungen in Bremen im Impfzentrum deutlich entspannter, als zu Jahresbeginn. "Wer sich jetzt in einer der Wartelisten einträgt, kann innerhalb von 24 Stunden mit einem Impfcode rechnen und innerhalb weniger Tage einen Impftermin erhalten", sagt Fuhrmann. Die Termine können weiterhin unter der Buchungs-Hotline 5775 1177 abgestimmt werden.

Im Hintergrund haben auch schon erste Anpassungen an die sinkende Nachfrage stattgefunden. Waren in Spitzenzeiten bis zu 130 Menschen für die Hotline tätig, sind es nach Angaben von Peter Gärtner, Leiter des Hotline-Service, aktuell 85, wobei nicht mehr jeder in Vollzeit arbeite. "Viele unserer Mitarbeiter konnten in ihre ursprüngliche Jobs in der Hotellerie, in der Gastronomie oder in die Fitnessbranche zurückkehren", sagt Gärtner. Er selbst ist bereits tageweise wieder in seinem eigentlichen Beruf als Leiter des Reservierungsservice der Atlantic-Hotelgruppe tätig.

Ende Juli wird außerdem die Info-Hotline 5775 1155 abgeschaltet. Sie war als Anlaufstelle für alle Fragen zur Impfung eingerichtet worden. "Diese Aufgabe übernehmen wir jetzt bei der Buchungs-Hotline", sagt Gärtner. Für Fragen rund um Corona gilt die Nummer des Bürgertelefons 115. Die Mitarbeiter dort werden laut Lukas Fuhrmann regelmäßig mit allen neuen Informationen aus dem Gesundheitsressort versorgt. Geschulte Fachkräfte, die sich speziellen Fragen widmen, die nicht sofort beantwortet werden können, stehen weiterhin bereit. Aber auch hier wurde das Personal neu organisiert: Sie unterstützen jetzt zum Teil die Gesundheitsfachkräfte bei den Impfaufklärungen in den Stadtteilen.

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