Besucher der Grünen Woche in Berlin stimmten ab / Landesverband der Gartenfreunde lobt ehrenamtliche Arbeit Schönste Bremer Lerngärten ausgezeichnet

Horn-Lehe·Neustadt. Die 13 Lerngärten in Bremen sind nicht nur bei Kindern sehr beliebt - auch die Besucher der Grünen Woche in Berlin haben sich für das Projekt begeistert. Im Rahmen eines Wettbewerbs konnten die Besucher der Agrar- und Verbrauchermesse den schönsten Lerngarten küren. Der Sieger und fünf weitere Gärten wurde jetzt im FlorAtrium ausgezeichnet.
07.03.2011, 05:00
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Schönste Bremer Lerngärten ausgezeichnet
Von Andreas D. Becker

Horn-Lehe·Neustadt. Die 13 Lerngärten in Bremen sind nicht nur bei Kindern sehr beliebt - auch die Besucher der Grünen Woche in Berlin haben sich für das Projekt begeistert. Im Rahmen eines Wettbewerbs konnten die Besucher der Agrar- und Verbrauchermesse den schönsten Lerngarten küren. Der Sieger und fünf weitere Gärten wurde jetzt im FlorAtrium ausgezeichnet.

Auf dem ersten Platz landete mit den meisten positiven Bewertungen der Lerngarten Neustadt-Süd des Kinder- und Familienzentrums Kornstraße. Mariola Gerlich, Brigitte Blume-Müller und Otto Osthoff, die das Projekt ehrenamtlich betreuen, nahmen als Preisgeld 100 Euro in Empfang.

"Dass wir mit unserer Präsentation vorne landen würden, haben wir gehofft", sagt Mariola Gerlich. Die Freude über den Gewinn sei auch deshalb so groß, da die Kinder an der Präsentation tatkräftig mitgearbeitet hätten. Der prämierte Lerngarten wird wöchentlich von mehr als 100 Kindern von drei bis sechs Jahren besucht. "Die Kinder säen, ernten, essen, trinken Tee und pflanzen ihre eigenen Kartoffeln", erzählt Brigitte Blume-Müller. Außerdem bieten die Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Gartenfreunde Bremen ein Projekt zur Sprachförderung an.

Weiter wurden ausgezeichnet die Lerngärten Hastedter Bulten, Am Schmugglerweg (Vegesack), Blüh auf (Gröpelingen), Beim Kuhhirten (Stadtwerder), und Tannenberg (Vahr). Die ehrenamtlichen Mitarbeiter konnten als Preis jeweils einen Niststein für Wildbienen in Empfang nehmen. Insgesamt haben im vergangenen Jahr 562 Kinder aus fünf Schulen und acht Kindergärten in den Lerngärten gearbeitet und gelernt. Die Ehrenamtlichen leisteten dabei mehr als 1400 Arbeitsstunden ab.

Bei dem Projekt arbeiten Bremer Schulen und Kindergärten mit Kleingartenvereinen zusammen. Die Lerngärten sind zwischen 250 und 550 Quadratmeter groß und verfügen fast alle über eine Laube, die den Schulen zur Nutzung überlassen wird. Neben der allgemeinen Arbeit im Garten bietet der Landesverband gezielte Projekte zu den Themen Kartoffel, Bohnen und Getreide an. Dabei lernen die Kinder nicht nur vieles über die Bedeutung und das Wesen der Pflanzen, sondern auch praktisch die Hege und Pflege der Früchte. Am Schluss ernten die Kinder, was sie zu Beginn der Saison gesät haben. Besonders intensiv werden die Lerngärten zurzeit von Kindergartengruppen genutzt, die im Durchschnitt einmal wöchentlich "ihren" Garten aufsuchen. Zusätzlich zu der Arbeit mit den Kindern werden auch Workshops für Erzieher angeboten.

Projektkoordinatorin Sylke Brünn lobte das Netzwerk der Lerngärten als "einmalig in Deutschland und beispielgebend." Viele gute Ideen seien daraus hervorgegangen. Dietmar Klepatz, Geschäftsführer des Landesverbandes der Gartenfreunde Bremen, sagte, dass die Umweltbildung einen hohen Stellenwert habe. Nicht ohne Grund sei man mit dem Projekt nach Berlin gefahren. "Das Netzwerk funktioniert hervorragend, die Vielfalt der Präsentationen ist dafür ein Beispiel", sagte Klepatz.

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