Gesamtschule Bremen Ost stellt Fotos, Kostüme und Requisiten des Projekts aus Schönste Polski-Blues-Momente

Tenever. Mehr als drei Monate Vorbereitungszeit, in denen Kostüme geschneidert, Masken angefertigt, Texte eingeübt und Choreographien einstudiert wurden. Dann drei Aufführungen von "Polski Blues" und schon war alles wieder vorbei für die 300 Schüler, Lehrer und zahlreichen Helfer der Gesamtschule Bremen Ost. Weil das doch schade wäre, gibt es jetzt die Ausstellung "Polski Blues" in der GSO, in der alle Beteiligten des Stadtteilprojekts die schönsten Momente ihrer harten Arbeit noch einmal Revue passieren lassen können.
23.06.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Katja Schirrow

Tenever. Mehr als drei Monate Vorbereitungszeit, in denen Kostüme geschneidert, Masken angefertigt, Texte eingeübt und Choreographien einstudiert wurden. Dann drei Aufführungen von "Polski Blues" und schon war alles wieder vorbei für die 300 Schüler, Lehrer und zahlreichen Helfer der Gesamtschule Bremen Ost. Weil das doch schade wäre, gibt es jetzt die Ausstellung "Polski Blues" in der GSO, in der alle Beteiligten des Stadtteilprojekts die schönsten Momente ihrer harten Arbeit noch einmal Revue passieren lassen können.

Marcel schaut sich die Fotos an, auf denen er zu sehen ist. Er hat im Theaterstück ein Gedicht aufgesagt, auf Polnisch. Beim betrachten der Bilder kann er sich wieder gut an sein Lampenfieber vor der ersten Aufführung erinnern. "Das Gedicht war nicht so schwer, aber aufgeregt war ich, weil so viele Leute da waren", sagt der elfjährige Osterholzer. Seine Klassenkameradinnen Britney und Laura-Pia aus der 5.5. sind ebenfalls ganz aufgeregt, als sie ihre Fotos entdecken. Die beiden Mädchen haben die Masken, die Teil ihres Kostüms waren, selbst hergestellt. "Im Stück waren wir Maskenschwestern", berichtet Laura-Pia. Britney erinnert sich wieder an ihre Panne in der Generalprobe: "Da waren wir zu spät dran und haben den Einsatz verpasst."

Melina hat im Stück das Glockenmädchen gespielt. "Das Kostüm war so schön, nur musste ich immer aufpassen, weil es so gebimmelt hat, wenn ich gelaufen bin", erzählt die Elfjährige. Kunstlehrerin Ingeborg Bednarz ist stolz auf ihre Schützlinge: "Das war ein hartes Stück Arbeit, aber es hat sich gelohnt." Sie freut sich, dass viele schöne Momente des Projektes in der Ausstellung noch einmal zu sehen sind. Besonders stolz ist die Kunstlehrerin auf die Masken, die sie mit den Schülerinnen und Schülern gebastelt hat. Diese können jetzt in der Galerie der GSO bestaunt werden, ebenso wie zahlreiche Foto-Collagen, einige aufwendig genähte Kostüme und andere Requisiten aus dem "Polski Blues".

Das Stück, das sich an den gleichnamigen Roman des weltweit bekannten Autors Janosch anlehnt, und für das über 300 Schülerinnen und Schüler und zahlreiche Helfer und Helferinnen mehrere Monate geübt, genäht und gebastelt haben, wurde gemeinsam mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen gestaltet. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer und Helferinnen aus dem Stadtteil hätten zum großen Erfolg des im Mai aufgeführten Theaterstücks beigetragen und allen Beteiligten seien die Aufführungen noch gut in Erinnerung, sagt Ursula Russek, Fachbereichsleiterin für Kunst, bei der Ausstellungseröffnung. "Mit der Ausstellung wollen wir uns bei allen Helfern und Helferinnen bedanken und uns und ihnen die Möglichkeit geben, das Vergnügen, das uns so lange beschäftigt hat, mal von einer anderen Seite zu sehen." Die Kunstlehrerin hat mit ihren Schülerinnen und Schülern die Ausstellung vorbereitet. Sie betont, dass besonders diejenigen, die auf der Bühne standen, sich nie selber gesehen hätten. "Es ist für

die Kinder besonders wichtig, dass sie sich jetzt mal in ihren Kostümen und in Aktion sehen können", sagt Russek.

Regisseur Alexander Hauer ist noch immer ganz begeistert von der tollen Zusammenarbeit und freut sich über die Ausstellung. "Hier ist die ganze Bandbreite von dem, was wir auf unserer Reise erlebt haben, zu sehen. Sie war bunt, aufregend, anstrengen und bizarr, aber immer hat es großen Spaß gemacht mit euch", sagt der Choreograph und bekennt, dass er während der Arbeit am Stück viel über Polen gelernt hat. "Es ist Wahnsinn, was wir da geschafft haben, und jedes Bild sprüht vor Lust und Anstrengung", lobt er.

Auch Schulleiter Franz Jentschke ist zufrieden und zieht ein positives Fazit des Projekts: "Die Schüler waren von Anfang an mit am Stück beteiligt und können stolz sein auf ihre Arbeit.". Er verweist auf die DVDs mit über 400 Fotos und die Plakate, die Martin und Cihan als Andenken an ihrem Stand verkaufen. Die Siebtklässler finden es super, dass sie an so einem großen Projekt mitwirken konnten. "Es hat voll Spaß gemacht", sagt der 14-Jährige Martin. Seine Klasse hat das Bühnenbild mitgestaltet. ""as war echt 'ne tolle Zeit und wir haben vieles erlebt", ergänzt sein 13-jähriger Mitschüler Cihan.

Die Ausstellung ist bis zu den Sommerferien und danach noch bis zum 30. August in der GSO, Walliser Straße 125, zu sehen.

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