Wettbewerb auf dem Bremer Weihnachtsmarkt Schönster Stand kommt aus Bassum

Bremen. Ein aufwendig geschmückter Stand mit Kunsthandwerk aus Bassum ist zum schönsten Stand auf dem Weihnachtsmarkt gewählt worden. Der Sonderpreis geht an eine Lebkuchenmanufaktur auf dem Liebfrauenkirchhof.
06.12.2012, 20:00
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Rose Gerdts-Schiffler

Bremen. Bald 200 Stände wetteifern auf dem Bremer Weihnachtsmarkt jedes Jahr zwischen Bahnhof, Hanseatenhof und Rathaus um Kundschaft und die schönste, ungewöhnlichste Dekoration. Das Rennen machte dieses Jahr ein aufwendig geschmückter Stand mit Kunsthandwerk aus Bassum. Der Sonderpreis ging an eine Lebkuchenmanufaktur auf dem Liebfrauenkirchhof.

Der Bremer Weihnachtsmarkt gehört mittlerweile zu den drei attraktivsten und publikumsstärksten Veranstaltungen dieser Art in Deutschland. Nur die Märkte in Nürnberg und Stuttgart ziehen in den Wochen vor dem Fest noch mehr Menschen an. Um die Attraktivität von Jahr zu Jahr zu steigern und Anreize für die Anbieter zu stärken, prämiert eine Jury seit Mitte der 80er Jahre jedes Jahr die drei schönsten Weihnachtsmarktstände.

Lesen Sie auch

Am schwersten rissen sich gestern Bürgerschaftspräsident Christian Weber, Jurymitglieder sowie der Tross an Medienvertretern vom Stand von Albert und Britta Coldewey los. Die Familie Coldewey präsentiert mit ihrer Lebkuchenmanufaktur eine Neuheit auf dem Weihnachtsmarkt: Saftige Elisenkuchen, von Hand gefertigt und feiner Schokolade bestrichen warten auf Käufer. Diese haben die Wahl zwischen Lebkuchen mit Marzipan oder Ingwer und Haselnüssen. Selbst für Allergiker hält das Ehepaar ein paar köstliche Lebkuchenvarianten bereit. Dazu gibt es fair gehandelten, mild gerösteten Bio-Kaffee aus Kamerun. In der Handelskette von Utamtsi, die den Kaffee importiert, arbeiten sowohl in Lilienthal als auch in Kamerun Menschen mit Handicap. Für die Innovation und die liebevolle Präsentation erhielten die Lebkuchenbäcker den Sonderpreis der Jury.

Lesen Sie auch

Bürgerschaftspräsident Christian Weber wurde dabei von der Leiterin des Stadtamtes, Marita Wessel-Niepel, Frank Reimers von der Wirtschaftsförderung und der Pastorin Jeanette Querfurth unterstützt. Einmütige Begeisterung löste in diesem Jahr der Stand von Klaus Ritterhoff aus Bassum aus. Ritterhoff bietet in Bassum hergestellte, handgefertigte Holzkreisel, Mobiles der Bremer Stadtmusikanten und auf- und abwippende bunt schillernde Holzpuppen an. Dabei ist sein Stand in unmittelbarer Nähe der Eingänge zu Unser Lieben Frauen Kirche bis zum Dachgiebel weihnachtlich geschmückt. Allein für die Dekoration benötigen Ritterhoff und seine Helfer einen Tag. Für die Jury ist Ritterhoffs Stand der schönste unter den 184 zwischen Rathaus, Hanseatenhof, Pieperstraße und der Bahnhofstraße. Als Zeichen der Anerkennung gab es es neben einer Urkunde ausgewählte Spezialitäten aus Bremen.

Lesen Sie auch

Mit einer vier Meter hohen bunten Vogelvilla in der Nähe des Marcusbrunnens zog eine Ausstellerin aus dem Frankenland die Jury magisch an und ergatterte damit den diesjährigen zweiten Preis. André Markgraf von der Vogelvillaland GmbH aus Uffenheim verkauft die aufwendig gebastelten und bemalten Vogelhäuschen aus heimischen Hölzern, in die sich nicht nur Kinder hineinträumen. Insgesamt 300 unterschiedliche Modelle für den Balkon oder den Garten bietet das Unternehmen interessierten Käufern an. Das günstigste Häuschen ist bereits für 25 Euro zu haben. Wer Amsel und Blaumeise im Winter richtig verwöhnen will, kann aber auch bis zu 380 Euro für seine Vogelvilla hinblättern. Die Ausstellerin verkauft die fröhlich bemalten Vogelhäuschen seit zwölf Jahren. Seitdem gibt es viele Nachahmer bundesweit. Aber, so Verkäufer André Markgraf: "Wir sind das Original."

Der dritte Preis ging schließlich an die Weihnachtsschänke "Feuerzangenbowle" der Firma von Klaus Renoldi. Sie gehört schon seit vielen Jahren zum Bremer Weihnachtsmarkt. Der zentrale Anlaufpunkt auf dem Domshof bietet verfrorenen Besuchern aus Bremen und "Umzu" oder dem Ausland Apfelpunsch, Eierpunsch, Lumumba und natürlich Feuerzangenbowle. Bei der Dekorierung legte Klaus Renoldi einen ganz besonderer Wert auf die weihnachtliche Optik. So fährt ein Weihnachtsmann mit Schlitten über den schneebedeckten Giebel der Schänke. Darunter läuft auf einem Bildschirm, der an der Wand montiert ist, ein inzwischen bald 60 Jahre alter Kultfilm in Dauerschleife und Schwarzweiß: Die Feuerzangenbowle mit Heinz Rühmann.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+