Gruppe des Schulzentrums Schaumburger Straße fährt Rennrad Schüler-AG mit Gesundheitscheck

Hulsberg·Hastedt. Die Jungs der Arbeitsgemeinschaft (AG) Rennrad aus der Schule an der Schaumburger Straße kämpfen sich mühsam den Berg hoch, bevor sie die Abfahrt genießen. Doch vom Fleck kommen sie dabei keinen einzigen Meter. Seit den Herbstferien trainieren sie auf den Spinning-Rädern, speziellen stationären Fahrrädern, im Fitnessstudio "freeto move" von Kurt Vittinghoff an der Insterburger Straße in Hastedt .
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Von Solveig Rixmann

Hulsberg·Hastedt. Die Jungs der Arbeitsgemeinschaft (AG) Rennrad aus der Schule an der Schaumburger Straße kämpfen sich mühsam den Berg hoch, bevor sie die Abfahrt genießen. Doch vom Fleck kommen sie dabei keinen einzigen Meter. Seit den Herbstferien trainieren sie auf den Spinning-Rädern, speziellen stationären Fahrrädern, im Fitnessstudio "freeto move" von Kurt Vittinghoff an der Insterburger Straße in Hastedt .

Das ist aber nicht weniger anstrengend als das Sommertraining auf den Straßen rund um Bremen. Im Frühjahr holt die in diesem Schuljahr gegründeten Rennrad AG ihre Räder dann wieder aus der Garage.

"Unsere Schule hat ein Profil: Gesundheit und Sport", erzählt Lehrer Leo Kohake. Sein Kollege Matthias Stadler und er sind selber dem Radsport verbunden. Die beiden taten sich zusammen. "Als radbetonte Schule haben wir ein Konzept geschrieben, wo sich Radsport durch alle Klassen zieht", berichtet Leo Kohake, dass sich das Projekt nicht nur auf die Rennrad AG beschränkt.

Drei Jahrgänge dabei

Die Rennrad AG richtet sich an die Jahrgänge sieben bis zehn. Noch sind hier die Jungs unter sich, Mädchen wollten bisher nicht an der AG teilnehmen. Mitmachen bei der Rennrad AG kann nicht jeder. Die Lehrer geben klar vor, was sie von den Schülern erwarten, und haben auch schon durchgreifen müssen.

Denn wenn im normalen Straßenverkehr trainiert wird, sind Faxen und Unachtsamkeiten fehl am Platz. Darüber hinaus erwarten Matthias Stadler und Leo Kohake einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Material. Gesponsert wurden die Rennräder der AG vom Zweirad-Center Stadler - und die Räder sollen lange halten.

Der 15-jährige Pawel findet: "Das Draußen-Fahren macht mehr Spaß". Ihm gefällt das Rennradfahren. Genau wie Pawel haben auch die anderen Jungs alle große Freude an der Sportart. Für viele von ihnen ist Rennradfahren aber nicht der einzige Sport, den sie treiben. "Als das angeboten wurde in der Schule, da habe ich gedacht , dass das Spaß macht", erzählt Fabian aus Hastedt, wieso er sich für diese AG entschieden hat.

"Ich mach da mal mit", dachte sich der 15-Jährige und kam so zur Rennrad AG des Schulzentrums Schaumburger Straße. "Und man kann sich auspowern", das findet er toll an der Rennrad AG. Diese AG geht somit über die normale Schulsportstunde weit hinaus.

Passend zum Profil des Schulzentrums Schaumburger Straße geht auch der Anspruch der Rennrad AG über den reinen Sport hinaus. Alle Schüler mussten sich im November einem Gesundheitscheck unterziehen. Dabei wird die Rennrad AG vom Diako, dem diakonischen Krankenhaus im Bremer Westen, unterstützt. Dort wurde, wie Matthias Stadler berichtet, "zwei Tage die Abteilung lahm gelegt für uns."

Auch vom Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin (Bips), das sich unter anderem mit Adipositas bei Kindern und Jugendlichen befasst, wird die Rennrad AG unterstützt. Zusätzlich zum Gesundheitscheck mussten die Schüler eine Woche lang ein Ernährungsprotokoll führen. Im Mai werden die Untersuchungen wiederholt. Dann soll geschaut werden, ob die Rennrad AG positive Veränderungen bei den Schülern zeigt.

Kurz nach Start der Rennrad AG fuhren die Lehrer mit ihren Schülern noch kleine Runden von etwa 30 Kilometern. Trainiert wurde auf den Straßen Richtung Syke und Dreye. Dort kennen sich die Lehrer von ihren eigenen privaten Trainingseinheiten her aus.

Willen zum Wettbewerb

Für den nächsten Sommer, wenn sich die Fitness der Schüler gesteigert hat, sind dann auch größere Trainingsrunden bis zu 60 Kilometer geplant. Als großes Ziel für das kommende Jahr ist die Teilnahme am Rennen Bremen-Challenge in der Überseestadt und vielleicht den Hamburger Vattenfall Cyclassics anvisiert. Dafür müssen die Schüler allerdings weiterhin fleißig trainieren.

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