Schüler lernen Fritz und Hermine Overbeck kennen

Vegesack. Das Overbeck-Museum beteiligt sich in diesem Jahr zum ersten Mal an der Bremer Schuloffensive. Ab November können die 32 Schülerinnen und Schüler der Klasse 8i aus dem Schulverbund Lesum regelmäßig die Ausstellungsstätte im Alten Packhaus Vegesack besuchen und bis zu den Sommerferien unter Anleitung der Künstlerin Bärbel Kock die Werke von Fritz und Hermine Overbeck kennenlernen.
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Von Marina Köglin

Vegesack. Das Overbeck-Museum beteiligt sich in diesem Jahr zum ersten Mal an der Bremer Schuloffensive. Ab November können die 32 Schülerinnen und Schüler der Klasse 8i aus dem Schulverbund Lesum regelmäßig die Ausstellungsstätte im Alten Packhaus Vegesack besuchen und bis zu den Sommerferien unter Anleitung der Künstlerin Bärbel Kock die Werke von Fritz und Hermine Overbeck kennenlernen.

Die Bremer Schuloffensive fördert zusätzlich zu staatlichen Bildungsangeboten verschiedene Kulturprojekte und bringt so Schulen und Museen oder Theater näher zusammen. Der Verein wurde im September 2000 auf Initiative des damaligen Bremer Bildungssenators Willi Lemke und des Präses der Handelskammer Bernd Hockemeyer gegründet. Ziel der angegliederten Stiftung ist die Stärkung der sozialen und kognitiven Fähigkeiten der Schüler, die gleichzeitig einen selbstverständlichen Umgang mit kulturellen Angeboten erlernen sollen. Unter dem Titel 'Frühling, Sommer, Herbst und Winter' können die Schüler im Overbeck-Museum den Wechsel der Jahreszeiten auf den Bildern von Fritz und Hermine Overbeck verfolgen. Das Malerpaar wohnte von 1905 bis zum Lebensende in Bremen-Nord, so dass die Jugendlichen auf ihren Werken auch die heimische Umgebung entdecken können. Angelehnt an den Wechsel der Jahreszeiten lernen die Schüler die Bilder des Museums mit ihren verschiedenen Stimmungen und Motiven kennen und

verstehen.

Darüber hinaus werden sie angeleitet, das Gesehene auf die heutige Zeit zu übertragen und ihre eigenen Ideen und Gefühle künstlerisch umzusetzen. Auch für das kommende Jahr plant das Overbeck-Museum wieder ein Schulprojekt. Interessierte Lehrer können sich bei der Schuloffensive nach den Angeboten erkundigen und sich bewerben.

Bei den diesjährigen Veranstaltungen stehen Wahrnehmungsübungen und das Experimentieren mit verschiedenen Materialien und Techniken im Mittelpunkt. Sie eröffnen spielerisch neue Zugänge zur Kunst. Farben und Motive werden genauer untersucht, unterschiedliche Perspektiven näher betrachtet. Auch das eigene Malen und Zeichnen kommt dabei nicht zu kurz. Da das Overbeck-Museum neben den Bildern der Overbecks auch wechselnde Ausstellungen zeigt, wie etwa die aktuelle Werkschau der zeitgenössischen Künstlerin Karin Friedrichs, bleiben die Begegnungen im Museum nicht auf Fritz und Hermine Overbeck beschränkt. Die Schüler können unterschiedliche Kunstrichtungen und Darstellungsformen im direkten Kontrast erleben und die Vielfalt künstlerischer Möglichkeiten aktiv in die eigene kreative Erfahrung integrieren.

Bärbel Kock ist freischaffende Malerin mit eigenem Atelier und blickt auf eine langjährige kunstpädagogische Erfahrung zurück. Seit 15 Jahren ist sie an der Freien Kunstschule Bremen in der Dependance Bremen-Nord tätig und nahm mit ihren Kindergruppen schon mehrfach erfolgreich an regionalen und überregionalen Wettbewerben teil. 'Langweilig darf es bei mir nicht werden', sagt die Künstlerin selbst über ihre Angebote und so bezieht sie in ihre Arbeit alles mit ein, was Schüler dazu anregt, sich mit ihrer Umgebung kreativ auseinander zu setzen.

Ob sie individuell mit Farben und Formen experimentieren oder an einem großen Gemeinschaftsbild malen - 'Malen erweitert den Horizont.' Das wussten auch schon die Landschaftsmaler Fritz und Hermine Overbeck, in deren Bildern der weite Horizont ein häufiges und inspirierendes Motiv ist.

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