Neue Chance am Dienstag

Schulschiff bleibt in Bremerhaven

Vegesack. Das Schulschiff muss weiter in der Werft in Bremerhaven auf die Rückkehr warten. Dort war, wie berichtet, vor allem der Rumpf saniert worden.
20.12.2014, 00:00
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Von Volker Kölling

Das Schulschiff muss weiter in der Werft in Bremerhaven auf die Rückkehr warten. Dort war, wie berichtet, vor allem der Rumpf saniert worden. Am Donnerstag sah das Wetterfenster für die Rückfahrt der „Schulschiff Deutschland“ von der Werft in Bremerhaven noch gut aus. Die Überführungscrew wurde abends für eine kurze Nacht zum Dreimaster in den Fischereihafen gefahren. Doch am Morgen kam laut Claus Jäger das „Stopp“, nachdem der Lotse und das Hafenamt den Wetterbericht diskutiert hatten: „Da hatten wir schon fünf Windstärken und Vorhersagen von acht in Böen,“ so der Vorsitzende des Deutschen Schulschiffvereins.

Nach dem aktuellen Wetterbericht gibt es wohl eine neue Chance, das „Schulschiff Deutschland“ am kommenden Dienstag nach Hause zu bringen. Aber niemand mag das jetzt schon sicher vorhersagen angesichts der schnellen Wetterwechsel im Dezember. „Wir müssen nur feststellen, dass die Verzögerungen den normal geplanten Betrieb des Schiffes hier in Vegesack natürlich unmöglich machen.“ Claus Jäger spricht von den Besichtigungen und Übernachtungen über den Festtagen, die gefährdet sind. Sechs Hochzeiten mussten schon ohne Schiff stattfinden. Immerhin in drei Fällen kamen die Gesellschaften dann aber doch und man ließ sich eben im Vorstandszimmer des Schulschiffhauses trauen. Jäger: „Aber natürlich mussten wir in all diesen Fällen die 350 Euro Schiffsmiete erstatten. Dadurch haben wir Einnahmeverluste.“

Auch das Konzert des Akkordeon-Orchesters „Viel Harmonie“ wird nun morgen im Vegesacker Kito stattfinden. Es war ursprünglich an Bord geplant. „Die hatten sich natürlich auch auf den besonderen Rahmen gefreut,“ so Jäger. Am Liegeplatz in der Lesummündung sind inzwischen alle Arbeiten abgeschlossen. Die Firma Wortmann hat sowohl den Bereich großräumig ausgebaggert, als auch die Dalben für das Schulschiff hochwassersicher um einen Meter verlängert.

Claus Jäger: „Hier ist alles tadellos. Unser Schiffsbetriebsmeister Ingo Müller-Fellmett geht jetzt mit seinen Leuten erst einmal ins Wochenende, aber danach steht der wieder Stand-by obwohl er eigentlich schon lange Urlaub hat.“ Noch gibt es also die Chance, sich statt vor den beleuchteten Tannenbaum zu Weihnachten vor das angestrahlte „Schulschiff Deutschland“ zu setzen.

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