Unterstützung für Nutztierhalter

Schutz vor dem Wolf

Der Naturschutzbund Bremen sieht den Umweltbehörde in der Pflicht, beim Thema Wolf nachzubessern. Die Behörde widerspricht.
03.02.2017, 20:56
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Schutz vor dem Wolf
Von Pascal Faltermann
Schutz vor dem Wolf

Anwohner hatten den Wolf am Sonnabendmorgen in der Nähe ihrer Wohnungen am Rande von Borgfeld fotografiert.

Bernd Otte

Der Naturschutzbund Bremen sieht den Umweltbehörde in der Pflicht, beim Thema Wolf nachzubessern. Die Behörde widerspricht.

Die Diskussionen über den Umgang mit dem Wolf in Bremen reißen nicht ab. Der Naturschutzbund Bremen (Nabu) sieht die Umweltbehörde in der Pflicht, beim Thema Wolf zeitnah nachzubessern. Annette Siegert, Umweltbildnerin und Wolfsbotschafterin beim Nabu, fordert von der Behörde, dass geklärt werden müsse, wie Nutztierhalter im Land Bremen bestmöglich unterstützt werden können.

„Klar sind wir in der Pflicht, aber wir erfüllen diese Pflichten bereits seit Jahren“, erwidert Jens Tittmann, Sprecher des Umweltsenators. „Die Sichtung eines Wolfes am vergangenen Wochenende in Borgfeld ist nicht überraschend, gibt es doch im niedersächsischen Umland seit Jahren bekannte Wolfsvorkommen“, meint Annette Siegert.

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So weit hergeholt ein Wolfs-Managementplan für das Land Bremen noch vor Kurzem erschien – nun müsse die Umweltbehörde nacharbeiten. Die Landkreise um Bremen herum gehören schon einige Jahre zur „Förderkulisse Herdenschutz“. Dort seien Nutztierhalter angehalten, ihre Herden entsprechend zu schützen. Kosten für Präventionsmaßnahmen sowie durch Wölfe verursachte Risse werden dort vom Land getragen.

Diese Forderungen stoßen in der Behörde auf Unverständnis. „Die Vorwürfe haben keine Grundlage. Wir stehen mit Niedersachsen in engem Austausch“, so Tittmann. Bereits vor zwei Jahren, als in Niedersachsen die ersten Wölfe aufgetreten seien, habe es dazu eine Vereinbarung zwischen Bremens Staatsrätin Gabriele Friderich und der niedersächsischen Umwelt-Staatssekretärin Almut Kottwitz gegeben, dass die Bremer im Fall einer Wolf-Sichtung auf das Wissen der Niedersachsen zugreifen können. Eine Großstadt benötige keinen Aktionsplan wie das Flächenland, sagte Tittmann.

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