Einsatz für Schweinswale Sea Shepherd startet Kampagne

Der Nordbremer Manuel Abraas leitet die Mission von Sea Shepherd, an der das erste deutsche Schiff der Umweltaktivisten beteiligt ist. Die „Emanuel Bronner“ soll Schweinswale retten.
02.07.2017, 22:24
Lesedauer: 1 Min
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Sea Shepherd startet Kampagne
Von Michael Brandt

Vegesack. Eigentlich hat die Kampagne „Baltic Sea“ der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd vor einem Monat in Vegesack ihren Anfang genommen. Im Vegesacker Hafen ist am 1. Juni die „Emanuel Bronner“ getauft worden. Jetzt ist die Kampagne zum Schutz der Ostsee-Schweinswale unter der Leitung des Nordbremers Manuel Abraas offiziell gestartet. Das meldet Sea Shepherd auf seiner Homepage.

„Wir sind hochmotiviert und freuen uns darauf, die erste see- und landgestützte Kampagne in Deutschland durchzuführen“, sagt Kampagnenleiter Manuel Abraas, der gleichzeitig die Geschäftsstelle von Sea Shepherd in der Reeder-Bischoff-Straße führt. Die „Emanuel Bronner“ und das Schnellboot „Sierra“ sollen bis Ende September in der Ostsee patrouillieren. Es gehe darum Schweinswale zu schützen, die laut „Sea Shepherd“ oft als Beifang in Stellnetzen verenden. Es sei bei dem Einsatz Ziel, „illegale Netze“ zu dokumentieren und den Behörden zu melden und sogenannte Geisternetze zu bergen, die für die Tiere tödlich sein können. „Sea Shepherd“ fordert deshalb ein sofortiges Verbot von Stellnetz-Fischerei in der Ostsee.

Nach Informationen des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund leben in der Ostsee zwei Populationen – in der zentralen Ostsee und in der Beltsee (zwischen Rügen und dem Kattegat). Die Experten des Museums sehen die Schweinswale in der zentralen Ostsee mit 500 Exemplaren als vom Aussterben bedroht. Die kleinen Populationen machten eine Zählung schwierig. Auch in der Beltsee geht des Meeresmuseum von einem Rückgang aus.

Sea Shepherd will mit seinen Patroillien einen Beitrag dazu leisten, "die Bedrohungslage zu erfassen". Wie berichtet ist die "Emanuel Bronner" das erste deutsche Schiff der Umwelt-Aktivisten. Es wurde durch einen Sponsor finanziert und bei Abeking & Rasmussen in Lemwerder umgebaut. Schiffsführer ist Borris Plautz, der jetzt mit drei Freiwilligen unterwegs ist.

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