Ausstellung zeigt „Cargonauten“ zwischen Arbeit und Heimweh Seemannsleben im Museum

Überseestadt. Wer selbst die Meere befahren hat, weiß, dass eingeschränkte Privatsphäre und die Sehnsucht nach der Familie zum Alltag von Seeleuten gehören. Deren harte Arbeit wollen der Fotograf Oliver Tjaden und der Journalist Christoph Rasch Besuchern in ihrer Ausstellung „Cargonauten“ näher bringen.
07.08.2017, 00:00
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Von Nicolas Sakiri

Überseestadt. Wer selbst die Meere befahren hat, weiß, dass eingeschränkte Privatsphäre und die Sehnsucht nach der Familie zum Alltag von Seeleuten gehören. Deren harte Arbeit wollen der Fotograf Oliver Tjaden und der Journalist Christoph Rasch Besuchern in ihrer Ausstellung „Cargonauten“ näher bringen. Ab dem 13. August zeigen die Beiden ihre Aufnahmen und Eindrücke im Hafenmuseum Speicher XI.

Zum Thema wird unter anderem die straffe Routine auf dem Schiff, die laut Rasch meist nur durch ein schnelles Mittagessen in tristen Mannschaftskantinen unterbrochen werde. Die schwer arbeitenden Männer seien es, die die Globalisierung im heutigen Ausmaß erst ermöglichen.

In den Klubs der „Deutschen Seemannsmission“, die sich sehr für die Bedürfnisse der Menschen an Bord einsetzt und besonders thematisiert wird, erleben die Arbeiter kurze Momente der Entspannung. Sie bekommen die Möglichkeit, aktuelle Zeitungen von Zuhause zu lesen, über mitgebrachte Telefonkarten mit ihren Familien zu sprechen sowie mit ihren Diakonen und Pastoren zu reden, die immer ein offenes Ohr zu haben scheinen für die Sorgen und Probleme der Besatzung.

Christoph Rasch und Oliver Tjaden haben den Alltag der Seeleute hautnah miterlebt und ihn für alle Interessierten festgehalten, um ihn so authentisch wie möglich weiterzuvermitteln. Rasch hofft, mit der Ausstellung zur Wertschätzung dieser „Wanderarbeiter zur See“, wie er sie bezeichnet, beizutragen und etwas an ihrem „quasi unsichtbaren Status im Welthandel“ zu ändern.

Am Sonntag, 13. August, 11 Uhr, startet die Sonderausstellung im Hafenmuseum, Am Speicher XI. Seemannspastor Werner Gerke hält die Einführung. Am 13. August wird der Zugang für Autofahrer Wegen des Gewoba-City-Triathlons nur über die Hafenstraße erfolgen. Enden wird die Ausstellung am 15. Oktober.

Das Hafenmuseum ist dienstags bis sonntags jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet regulär fünf, ermäßigt 3,50 und für Schüler bis 18 Jahre 2,50 Euro.

Weitere Informationen unter der Nummer 3 03 82 79 oder im Internet unter www.hafenmuseum-speicherelf.de.
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