Seenotfall vor Bremerhaven Suche nach Crewmitglied von Containerschiff eingestellt

Ein weibliches Besatzungsmitglied eines Containerfrachters ist am Sonntagmorgen in der Wesermündung beim Anlauf nach Bremerhaven über Bord gegangen. Die Suche nach ihr wurde am Montagmittag eingestellt.
07.02.2021, 13:37
Lesedauer: 1 Min
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Suche nach Crewmitglied von Containerschiff eingestellt
Von Michael Rabba

Die Suche nach einer jungen Frau, die während des Sturms von einem Containerschiff in die Nordsee stürzte, ist eingestellt worden. Wie eine Sprecherin der Seenotretter sagte, lieferte auch ein Flug der Marine bei Ebbe keine Hinweise auf die Vermisste. Die Polizei geht nach eigenen Angaben von einem Unglück aus. „Die 24-Jährige ist bei Arbeiten an der Gangway verunglückt“, sagte ein Sprecher am Montag. Der Sturz am Sonntag zeige keine Hinweise auf Fremdverschulden.

Zum Zeitpunkt der Suche herrschte Sturm mit Böen von mehr als 100 Kilometern pro Stunde, wie die Seenotretter mitteilten. Die Lufttemperatur lag bei minus acht Grad, die Wassertemperatur bei zwei Grad. Der unter der Flagge Dänemarks fahrende, 300 Meter lange Containerfrachter „Santa Clara“ lag zunächst in Bremerhaven vor Anker und machte sich auf den Weg nach Rotterdam, so der Polizeisprecher.

Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Sonntag mitteilte, wurde die Seenotleitung Bremen um 3.44 Uhr informiert, dass von dem 300 Meter langen Containerschiff „Santa Clara“ etwa in Höhe Fedderwardersiel ein weibliches Crewmitglied über Bord gestürzt sei. Die 24-Jährige fiel nach ersten Erkenntnissen beim Verrichten einer Arbeit in die Nordsee, teilt die Polizei mit. Die seeseitige Suche im Wattengebiet der Wesermündung sei durch die extrem niedrigen Wasserstände in der Nacht erschwert worden, erläuterte die DGzRS.

+++ Diese Meldung wurde um 13.31 Uhr aktualisiert +++

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