Umfrage der Hochschule Bremerhaven Seestädter wollen Hein Mück als Maskottchen

Bremerhaven. Die Bremerhavener wollen den legendären Seemann Hein Mück zu Ihrem Maskottchen machen. In einer Erhebung der Hochschule der Seestadt sprach sich eine Mehrheit von 1600 Befragten für den berühmten Sohn der Stadt aus.
28.04.2010, 12:25
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Von Sebastian Manz

Bremerhaven. Die Bremerhavener wollen dne legendären Seemann Hein Mück zu Ihrem Maskottchen machen. In einer Erhebung der Hochschule der Seestadt sprach sich eine Mehrheit der 1600 Befragten für den berühmten Sohn der Stadt aus.

Berlin hat seinen Bären, Ulm seine Spatzen und Bremen die Stadtmusikanten – doch welche Symbolfigur steht für Bremerhaven? Das haben sich vier Studentinnen des Studiengangs International Cruise Industry Management der Hochschule Bremerhaven gefragt und das Projekt „Kunstparade“ ins Leben gerufen.

Im Rahmen einer Umfrage hatten sie zunächst alle Bürger der Seestadt aufgerufen, über ihren persönlichen Favoriten abzustimmen. Zur Wahl standen Hein Mück, der Pinguin „Kralli“, ein Eisbär und Auswanderer. Insgesamt 1600 Bürger haben an der Umfrage teilgenommen und mit 40 Prozent der Stimmen ihren Favoriten bestimmt: Hein Mück.

Der 1967 verstorbene Seemann gilt als Bremerhavener Stadtoriginalund ist eine Figur aus einem Schlager von Charles Amberg und Willy Engel-Berger. Heinrich Soltziem, wie Mück bürgerlich hieß, kam 1904 mit seinen Eltern nach Lehe bei Bremerhaven, wo er bei der Rickmers Werft eine Lehre als Schiffszimmermannabsolvierte. Ob er anschließend jemals zur See fuhr, ist allerdings umstritten. Sicher ist dagegen, dass er im Ersten Weltkrieg bei der Marineartillerie auf Festung Brinkamahofdiente. Dort erwarb er sich durch sein Ziehharmonikaspiel den Ruf eines unerschütterlichen Unterhalters. Sein großer Appetit brachte ihm den Spitznamen „Mück“ ein, benannt nach dem Essnapf ( Muck). Auch dem weiblichen Geschlecht soll Mück sehr zugetan gewesen sein, was den Legenden um seine Person weitere Nahrung gab. Deutschlandweit berühmt wurde Hein Mück durch den 1930 erschienenen Schlager "Hein Mück aus Bremerhaven". Das Stück wurde unter anderem von Hans Albers und Lale Andersen gesungen und dadurch landesweit populär.

Mit Hein Mück als Maskottchen will Bremerhaven ab sofort offensiv werben. Oberbürgermeister Jörg Schulz enthüllte am Dienstag den Prototyp einer Mück-Figur in der Hochschule Bremerhaven.

Entworfen hat die Figur die Künstlerin Sybille Harder aus Dorum. Derzeit laufen Planungen, wie Hein Mück künftig verstärkt ins Bremerhavener Stadtbild eingebracht werden kann.

 

 

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