Im Grünen Bereich Seid mutig, seid schlampig!

Gehören Sie zu den Gartenbesitzern, die ein schlechtes Gewissen plagt? Weil ihr Garten nicht so aussieht wie in den Hochglanzmagazinen? Lesen Sie hier, wie man die Schuldgefühle loswird.
03.08.2019, 14:21
Lesedauer: 2 Min
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Seid mutig, seid schlampig!
Von Patricia Brandt

Gartenarbeit nach Odnok Eiram gehört die Zukunft! Kennen Sie nicht? Das wird sich ändern, denn die Odnok-Eiram-Methode ist gut für Seele und Umwelt. Meine Familie hat schon angefangen, nach dieser Methode zu gärtnern und ist schwer begeistert.

Bisher ging es uns wie Leserin Ute S. aus Bremen. Wir arbeiteten „mit ganzer Kraft, bis zur Erschöpfung“ und wurden „doch nie fertig“.

Und immer, wenn wir ein Gartenmagazin aufschlugen, stellten wir ernüchtert fest, dass eine große Diskrepanz zwischen dem war, was wir in dem Gartenmagazin sahen und dem, was um uns herum wucherte. So geht es uns übrigens auch, wenn wir in Wohnzeitschriften blätterten: Selten trägt meine Tochter, wie die Mädchen in den Magazinen, weiße Kleidchen, nur damit sie besser zur Einrichtung passt.

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Leserin Ute S. ist mittlerweile überzeugt, dass die Garten-Redaktionen mit Pflanzen-Photoshop arbeiten. Denn: „Wo sieht man da angefressene Blätter? Umgeknickte oder vertrocknete Pflanzen?“ Und – möchte man ergänzen – wo einen Wäscheständer?

Die Wahrheit sieht wahrlich anders aus. Kürzlich liefen zwei Passanten an unserem Zaun vorbei und schüttelten die Köpfe. „So viele Pflanzen. Das muss doch nicht sein“, sagte die eine Person. „Sieht auch sehr unordentlich aus“, die andere. Jetzt warte ich darauf, dass die beiden wieder einmal vorbeikommen. Dann werde ich mir mit der Machete den Weg freischlagen und ihnen zurufen: „Das ist doch hier alles Absicht. Wir gärtnern doch nach Odnok Eiram!“

Odnok Eiram bedeutet übrigens rückwärts gelesen Marie Kondo. Nicht von ­ungefähr: Wir machen im Garten einfach immer das Gegenteil, von dem , was uns die Aufräumexpertin für den Innenbereich rät. Das reduziert die Pflegeintensität enorm. Und das Schöne ist: Insekten lieben lange Gräser und Wildkräuter. Und Bienengärten, da können Sie sogar die Trend­setter von „Mein schöner Garten“ fragen, sind total in.

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Zur Sache

Martin Renz von der Stadtbibliothek Bremen empfiehlt:

Allen, die insgeheim gerne einen bienenfreundlichen Garten hätten, aber leider zu übertriebenem Perfektionismus neigen, seien die „Am Arsch vorbei geht auch ein Weg“-Bücher von Alexandra Reinwarth ans Herz gelegt. Angefangen mit dem Bestseller „…wie sich dein Leben verbessert, wenn du dich endlich locker machst“, gibt es inzwischen weitere Bändchen für gefühlt jeden Lebensbereich: fürs lockere Leben mit Kind, für den Haushalt und überhaupt – die Suche nach dem Sinn des Lebens. Mit der richtigen Grundhaltung geht einem die insektenfreundliche Umgestaltung des Gartens auch gleich viel entspannter von der Hand. Wie die wiederum aussehen könnte, erfährt man bei Elke Schwarzer: „Mein Bienengarten: Bunte Bienenweiden für Hummeln, Honig- und Wildbienen.“

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