Mann schießt um sich

SEK-Einsatz in Osterholz

Ein 21-jähriger Bremer hat am späten Sonntagabend in Osterholz für den Einsatz eines Spezialeinsatzkommandos der Polizei gesorgt. Der Mann schoss auf dem Osterholzer Möhlendamm mit einer Pistole um sich.
31.08.2015, 06:45
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SEK-Einsatz in Osterholz
Von Ralf Michel

Ein 21-jähriger Bremer hat am späten Sonntagabend in Osterholz für den Einsatz eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei gesorgt. Der Mann schoss auf dem Osterholzer Möhlendamm mit einer Pistole um sich. Der Polizei gelang es, den offenbar psychisch kranken Mann zu überwältigen. Verletzt wurde bei der Aktion niemand.

Gegen 22.30 Uhr meldeten Anwohner der Polizei Schüsse auf dem Osterholzer Möhlendamm, und dass ein Mann mit einer Pistole in der Hand auf der Straße stünde. Mehrere Fahrzeuge des Einsatzdienstes aus Bremen Ost gelang es wenig später, den Mann einzukreisen, berichtet Kirsten Dambek aus der Pressestelle der Polizei. Der Mann habe allerdings die Pistole weiterhin im Anschlag gehalten und in Richtung der Kollegen gezielt. Zugleich habe er sie aufgefordert, auf ihn zu schießen. Ein Vorgang, der polizeiintern als „Suicide by cop“ bezeichnet wird – ein Täter versucht, Selbstmord zu begehen, indem er Polizisten dazu bringt, auf ihn zu schießen.

Den ebenfalls hinzugezogenen Kräften des SEK sei es jedoch im Gespräch mit dem Mann gelungen, ihn zur Aufgabe zu bewegen, sagt Dambek. Die Waffe des Mannes habe sich im Nachhinein als Schreckschusspistole herausgestellt.

Zwischenzeitlich war in den Vorgang auch ein Linienbus involviert. Den stoppte die Polizei unmittelbar vor dem Tatort. Da alle Türen des Busses jedoch in Richtung des Mannes zeigten, zerschlug die Polizei die hintere Scheibe des Busses und evakuierte den Busfahrer und den einzigen Fahrgast auf diesem Weg.

Der 21-Jährige sei der Polizei bereits durch zwei Vorfälle als psychisch krank bekannt gewesen, bislang habe er aber noch nie jemanden bedroht, erklärt die Polizeisprecherin. Auslöser für die Tat am Sonntagabend seien wahrscheinlich familiäre Probleme.

Der Mann wurde ins Klinikum Bremen-Ost zwangseingewiesen.

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