Das Overbeck-Museum lädt zu ungewöhnlichen Begegnungen ein Selbstreflexion im Spiegel

Vegesack. Spiegel als "Orte der Selbstbegegnung und -reflexion" - sie reflektieren nicht nur die Gestalt des Betrachters, sondern auch den ihn umgebenden Raum. In einem Kabinett mit zahlreichen Spiegeln wird das Gegenüber mehrfach wiedergegeben, in immer neuen Brechungen und aus unterschiedlichen Perspektiven. Die ungewöhnliche Erfahrung können Besucher derzeit im Overbeck-Museum machen.
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Von Marina Köglin

Vegesack. Spiegel als "Orte der Selbstbegegnung und -reflexion" - sie reflektieren nicht nur die Gestalt des Betrachters, sondern auch den ihn umgebenden Raum. In einem Kabinett mit zahlreichen Spiegeln wird das Gegenüber mehrfach wiedergegeben, in immer neuen Brechungen und aus unterschiedlichen Perspektiven. Die ungewöhnliche Erfahrung können Besucher derzeit im Overbeck-Museum machen.

Zum Jahresausklang lockt die Bremer Künstlerin Karin Friedrichs mit überraschenden Inszenierungen ins Alte Packhaus Vegesack. Ihre Spiegel im Großen Ausstellungssaal des Museums sind mit ihren bunten Bemalungen Kunstwerke, die weit über sich hinaus weisen und Raum und Betrachter zu einem inneren Zwiegespräch laden.

In der Ausstellung wirken starke Kontraste, unter anderem zwischen minimalistischen Tuschezeichnungen, die an japanische Kalligrafie erinnern und großformatigen Stelen, die die Besucher selbst drehen können. Auch die Türinstallationen laden zum Anfassen ein: Karin Friedrichs setzt lebensgroße Figurinen auf bemalte Türblätter, so dass sich beim Gang durch den Türrahmen buchstäblich neue Räume und Begegnungsflächen öffnen.

Impressionen aus Afrika

Von ihren Erfahrungen aus Ghana, wo Karin Friedrichs jahrelang lebte und unter anderem als Übersetzerin für die deutsche Botschaft tätig war, erzählt eine weitere Abteilung der Ausstellung, die sich mit dem Einfluss der westlichen Zivilisation auf die afrikanische Lebensart auseinandersetzt.

In Künstlergesprächen berichtet Karin Friedrichs von ihren Erlebnissen, die Kunsthistorikerin Regina Gramse erläutert darüber hinaus in ihren Führungen auch die Bezüge der zeitgenössischen Arbeiten zu den Gebirgsbildern von Fritz Overbeck. Künstlergespräche mit Karin Friedrichs finden an den Sonntagen 5. Dezember und 16. Januar (Finissage) statt, Beginn ist jeweils um 11.30 Uhr. Führungen mit der Kunsthistorikerin Regina Gramse werden an den Sonntagen 19. Dezember und 9. Januar, jeweils ab 11.30 Uhr, angeboten.

Das Overbeck-Museum ist täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Heiligabend, an den Weihnachtsfeiertagen sowie an Silvester und Neujahr bleibt das Overbeck-Museum geschlossen.

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