Ticket-System und weniger Geschäfte

Freimarkt kann mit 6000 Besuchern gleichzeitig stattfinden

Maximal 6000 Besucher gleichzeitig und unter einer Reihe von weiteren Auflagen - so kann der Freimarkt in Bremen im Oktober stattfinden. Das geht aus einer Vorlage vor. Der Senat stimmte der Vorlage zu.
08.09.2020, 13:15
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Freimarkt kann mit 6000 Besuchern gleichzeitig stattfinden
Von Silke Hellwig
Freimarkt kann mit 6000 Besuchern gleichzeitig stattfinden

Im vergangenen Jahr hatte das Volksfest eine Rekordzahl von 4,4 Millionen Besuchern angelockt.

Michael Matthey

Mit einer Höchstzahl von maximal 6000 Besuchern zur gleichen Zeit und rund 150 Geschäften und Karussells kann ein Volksfest im Oktober stattfinden. Der Bremer Senat stimmte einer Vorlage am Dienstag zu, die im Wirtschaftsressort für die heutige Sitzung des Kabinetts vorbereitet worden war. „Deutlich gemacht werden soll“, heißt es in der Vorlage, „dass in diesem Jahr ein Freimarkt nicht stattfindet, sondern der temporäre Vergnügungspark als ,Ersatzveranstaltung‘, organisiert von den Schaustellerinnen und Schaustellern, angeboten wird.“

Von einer Absage der Veranstaltung wird in der Vorlage abgeraten, von einem Freimarkt mit mehr als 6000 Besuchern ebenso. Für den Freimarkt würden in der Vorlage allerdings – neben der Begrenzung der Besucherzahl – eine Reihe von Auflagen nötig werden. Dazu gehören die Absperrung des Freimarktgeländes, ein Ticketing-System samt Online-Registrierung, um Kontakte im Falle von Corona-Infektionen nachvollziehen zu können. Der Ausschank von hochprozentigem Alkohol soll verboten sein, eine Maskenpflicht ist vorgesehen. Dazu heißt es in der Vorlage: „Auf dem Veranstaltungsgelände ist in den Fahrgeschäften, im Wartebereich vor den Fahrgeschäften, in den entsprechend markierten Bereichen vor den Geschäften, in den Sanitäranlagen sowie in den Wartezonen im Eingangsbereich vor dem Veranstaltungsgelände eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.“ Eine Eröffnungsveranstaltung samt Feuerwerk könne nicht stattfinden, heißt es weiter. Aber der kleine Freimarkt auf dem Marktplatz in entzerrter Form.

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Mit weniger als 6000 Besuchern sei die Veranstaltung für die Schausteller nicht rentabel, heißt es in der Unterlage weiter, das gelte auch für ein „vollständiges Alkoholausschankverbot“. Weiter heißt es: Die Schaustellerverbände hätten darauf hingewiesen, „dass der temporäre Vergnügungspark wegen der prekären Situation der Schaustellerinnen und Schaustellern, die von der Corona-Pandemie in besonderem Maße betroffen sind und seit Beginn der Krise nahezu keine Einkünfte erzielen konnten, nur durchgeführt werden kann, wenn die Veranstaltung durch öffentliche Mittel unterstützt wird“. Das Wirtschaftsressort kann sich laut der Vorlage eine finanzielle Unterstützung vorstellen, dazu soll es ein eigenes Papier geben.

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