Wahrzeichen in Bremerhaven Bund finanziert Ersatzbau der „Seute Deern“

Die „Seute Deern“ nachzubauen, wäre zu teuer, sagen die Experten. Stattdessen schlagen sie die Kopie eines historischen Frachtseglers aus Stahl vor. Die Mittel kommen vom Bund.
29.03.2021, 18:00
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Bund finanziert Ersatzbau der „Seute Deern“
Von Jürgen Hinrichs

Das 75 Meter lange Segelschiff „Seute Deern“ lief 1919 in den USA unter dem Namen „Elisabeth Bandi“ vom Stapel. Ursprünglich ein Viermast-Gaffelschoner, wurde das Schiff mehrfach umgebaut und trug zuletzt nur noch drei Masten. Aus den USA wurde es später nach Finnland verkauft, weitere Heimathäfen waren danach unter anderen Hamburg, Delfzijl und Emden.

1966 erreichte die Bark den Alten Hafen von Bremerhaven. Seitdem diente die „Seute Deern“ der Seestadt als Wahrzeichen. Sie beherbergte ein Restaurant und war Ort von Hunderten Trauungen. Im Februar 2019 geriet das Holzschiff aus ungeklärten Gründen in Brand, ein halbes Jahr später versank es im Wasser. Das Ergebnis: Totalschaden. Von dem Zeitpunkt an kamen Pläne in Gang, die „Seute Deern“ nachzubauen.

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Unter anderem auf Initiative des Bremerhavener SPD-Bundestagsabgeordneten Uwe Schmidt gelang es im November 2019 im Haushaltsausschuss des Bundestages, erhebliche Finanzmittel für die Rekonstruktion des Schiffes einzuwerben. Bewilligt wurden 46 Millionen Euro. In einem Gutachten der Stadt Bremerhaven hieß es dann aber, dass ein Nachbau weitaus teurer würde. Stattdessen schlugen die Experten vor, einen historischen Frachtsegler aus Stahl nachzubauen. Vorbild könne die „Najade“ sein. Das Vollschiff war 1888 auf der Geestemünder Werft Joh. C. Tecklenborg vom Stapel gelaufen. Anders als die „Seute Deern“ hat es seinen Ursprung also in Bremerhaven.

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