Fälle in Bremen und Niedersachsen Sexuelle Belästigungen im Schwimmbad

Die Aufregung ist groß, wenn es um sexuelle Belästigung im Schwimmbad geht. Nicht immer werden alle Taten angezeigt, aber zwei Vorfälle sind der Polizei Bremen in diesem Jahr bekannt.
18.07.2016, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Sexuelle Belästigungen im Schwimmbad
Von Pascal Faltermann

Die Aufregung ist groß, wenn es um sexuelle Belästigung im Schwimmbad geht. Nicht immer werden alle Taten angezeigt, aber zwei Vorfälle sind der Polizei Bremen in diesem Jahr bekannt.

Außergewöhnlich sei dies aber nicht. „Wir haben bislang keine auffälligen Zahlen“, sagt der Bremer Polizeisprecher Nils Matthiesen auf Nachfrage. Die Beamten haben auch keine Brennpunkte ausmachen können. Demnach gibt es also keine Bremer Bäder, in denen sexuelle Belästigungen häufiger auftreten. „Kein Bad ist besonders betroffen“, sagte Matthiesen. In den vergangenen Jahren habe sich die Zahl der Vorfälle stets im niedrigen zweistelligen Bereich bewegt. Einen Anstieg oder eine Abnahme könne man derzeit nicht ausmachen.

Ende Mai und Anfang März gab es zwei Vorfälle in Bremen-Nord. Im Freizeitbad ­Vegesack soll im März eine Gruppe junger Männer zwei junge Mädchen sexuell bedrängt haben. Ende Mai musste die Polizei aufgrund des Vorwurfs der sexuellen Belästigungen erneut zweimal ins Freizeitbad Vegesack. Die Beamten seien gerufen worden, weil eine 14-Jährige angab, im Schwimmbad unsittlich berührt worden zu sein. Einen Tatverdächtigen konnte die Polizei nicht ermitteln.

Sexualdelikte in Niedersachsen

Anders ist das Bild in Sachsen und Niedersachsen. In beiden Ländern stieg sowohl die Zahl der Anzeigen wegen Sexualdelikten als auch die Zahl der beschuldigten Zuwanderer. In Sachsen gab es bis zum 30. Juni 20 Anzeigen. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 23. Von den in diesem Jahr ermittelten 18 Tatverdächtigen waren 13 Zuwanderer. Im Jahr davor wurden ebenfalls 18 Tatverdächtige ermittelt. Hier waren nur sechs ohne deutsche Staatsangehörigkeit.

In Niedersachsen hat es laut Landeskriminalamt in den vergangenen Jahren jeweils rund 50 Anzeigen wegen Sexualdelikten in Schwimmbädern gegeben. In diesem Jahr sei aber bereits mehr als die Hälfte des Durchschnitts der Vorjahre registriert worden. Erstmals seien nun auch mehr Nichtdeutsche als Einheimische unter den Tatverdächtigen. Allerdings würden auch mehr Straftaten angezeigt, „deren Strafbarkeit bereits auf den ersten Blick zweifelhaft ist“, sagte die Polizei.

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