Sie können anders

Nicht immer nur der Martin: Im Lutherjahr wird auch in der Reihe zum Internationalen Frauentag an Katharina und ihre Geschlechtsgenossinnen gedacht: „Hier stehen WIR – und können anders“, bescheinigen die Frauen aus dem Verein Evangelische Frauenarbeit in Bremen und aus der evangelischen Kirchengemeinde St.-Michaelis-St.
02.03.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Sie können anders
Von Monika Felsing

Nicht immer nur der Martin: Im Lutherjahr wird auch in der Reihe zum Internationalen Frauentag an Katharina und ihre Geschlechtsgenossinnen gedacht: „Hier stehen WIR – und können anders“, bescheinigen die Frauen aus dem Verein Evangelische Frauenarbeit in Bremen und aus der evangelischen Kirchengemeinde St.-Michaelis-St.-Stephani einander. Am Sonntag, 5. März, spricht die Theologin Ruth Heß um 10 Uhr in St. Michaelis, Doventorsteinweg 51, über feministische Theologien und Reformation.

Für Sonntag um 10.30 Uhr lädt die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen zum Sektempfang mit Film ins Kino City 46, Birkenstraße 1, ein. Gezeigt wird die Dokumentation „Alice Paul – der Weg ins Licht“ von Katja von Garnier aus dem Jahr 2004. Der Eintritt ist frei, und das Thema passt zum Wahljahr: Die Regisseurin porträtiert zwei US-amerikanische Streiterinnen für das aktive und passive Frauenwahlrecht, Alice Paul und Lucy Burns, die sich im und nach dem Ersten Weltkrieg engagierten und für ihre Überzeugung ins Gefängnis gingen. Als die beiden in Hungerstreik traten, ließ der Gefängnisleiter sie zwangsernähren. Zur Erinnerung: Liechtensteinerinnen dürfen erst seit 1984 wählen, Frauen in Kuwait seit 2005. Frauen in Saudi-Arabien waren 2015 erstmals als Kandidatinnen bei einer Kommunalwahl zugelassen.

Belladonna wiederholt den Stadtrundgang „Gelehrten Frauenzimmern auf der Spur“ am Sonntag. Christine Holzner-Rabe wartet um 15 Uhr an den Schweinen in der Sögestraße auf Frauen, die etwas über Mädchenbildung in früheren Zeiten erfahren wollen. Das Frauenbildungszentrum organisiert darüber hinaus gemeinsam mit der Hochschule Bremen am Montag, 6. März, um 19 Uhr eine Talkrunde im Weser-Haus von Radio Bremen, Diepenau 10. Das Thema: „Leben 4.0. Lebensentwürfe junger Frauen“. Die Sozialwissenschaftlerin Melanie Plößer hält den Einführungsvortrag, Felicia Reinstädt, die Redaktionsleiterin von Bremen Next, moderiert. Der Eintritt ist frei.

Über Schichtarbeit wird am gleichen Tag um 16 Uhr in der Arbeitnehmerkammer, Bürgerstraße 1, diskutiert. Und in Unser Lieben Frauen geht es um 18.30 Uhr um den „Tatort Haushalt“. Karin Pape vom Netzwerk „Women in Informal Employment: Globalizing and Organizing“ (WIEGO) aus Genf spricht über die Arbeitsbedingungen von Hausangestellten. Der Eintritt ist frei.

Und noch zwei Veranstaltungen stehen vor dem eigentlichen Internationalen Frauentag an: „Da geht noch mehr! Minijob als Lebensperspektive 4.0?“ am Dienstag, 7. März, von 10 bis 14 Uhr im Berufsinformationszentrum, Doventorsteinweg 44, samt Berufs- und Rechtsberatung. Und „Überleben 4.0 – Wohnungsnot und Obdachlosigkeit von Frauen“ im Kulturzentrum Paradox, Bernhardstraße 10-12, mit Claudia Bernhard von den Linken, Werena Rosenke von der Wohnungslosenhilfe und Britta Pundt von der Inneren Mission. Beide Male ist der Eintritt frei.

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