Parkkontrollen an der Bremer Schlachte

721 Knöllchen in sieben Tagen

Die Schlachte ist im Moment ein beliebtes Ziel in der Bremer Innenstadt. Wenig Rücksicht nehmen ihre Besucher offenbar darauf, wo sie parken. Das Ordnungsamt hat jede Menge Falschparker erwischt.
13.08.2020, 05:00
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721 Knöllchen in sieben Tagen
Von Nina Willborn
721 Knöllchen in sieben Tagen

Hängt ein falsch geparktes Auto erst einmal am Abschlepphaken, wird es für den Besitzer teuer.

Frank Thomas Koch

Fette Beute für das Ordnungsamt: Sage und schreibe 721 Knöllchen haben die Verkehrsüberwacher innerhalb einer Woche rund um die Schlachte verteilt. Die Teams waren im Zeitraum zwischen dem 31. Juli und dem 9. August unterwegs, verteilten im Durchschnitt pro Tag 72 Tickets, die je nach Schwere des Parkverstoßes zwischen 15 und 35 Euro teuer sind.

135 Autobesitzerinnen und Autobesitzern erging es noch schlechter: Sie mussten ihre Fahrzeuge auf den Abschlepphöfen abholen – und 191 Euro fürs Abschleppen plus 58 Euro Verwaltungsgebühr sowie ein Verwarngeld zahlen. In 113 Fällen ertappten die Kontrollteams die Autofahrer sozusagen auf frischer Tat, sie hatten dann Glück und wurden nur mündlich ermahnt.

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Die Aktion gegen die Falschparker war aus Sicht des Ordnungsamtes notwendig, weil die Schlachte in diesen Wochen ein beliebtes Ziel in der Innenstadt ist. Der Andrang führt laut Innenressort „zu einer sichtbaren Zunahme an sicherheitsrelevanten Parkverstößen“. Ohne Rücksicht auf Halteverbote würden Autos an Taxiständen und auf Gehwegen abgestellt und der fließende Verkehr behindert.

Die Streifen konzentrierten sich bei den Kontrollen vor allem auf die Langen- und die Martinistraße. Besonders beliebt in Falschparkerkreisen scheinen auch die kurzen Fußgängerzonen in der Kran- und Ansgaritränkpforte zu sein. „Sie werden häufig unzulässig als Parkplatz für teilweise hochmotorisierte Fahrzeuge genutzt“, teilt die Innenbehörde mit.

Die verkehrswidrig abgestellten Autos behindern nicht nur den Verkehr und nerven Fußgänger, sondern blockieren je nach Standort auch die Rettungswege. „Mit solchen Maßnahmen möchten wir deutlich machen, wie sehr ordnungswidriges Parken die Sicherheit aller gefährden kann. Wir werden unsere Aktion daher in den kommenden Tagen fortsetzen“, sagte Senator Ulrich Mäurer (SPD).

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