Bäder-Gesellschaft kommt Wunsch nach mehr Spielmöglichkeiten nach – Wiedereröffnung für Juni 2019 geplant Slacklines für das Horner Bad

Horn-Lehe. Mehr Platz für Jugendliche, bessere ÖPNV-Anbindung, größere Wasserfläche – die Horn-Leher Bürger hatten der Bremer Bäder-Gesellschaft beim Planungsfeedback zum Horner Bad im September eine Reihe von Nachbesserungsvorschlägen mit auf den Weg gegeben. Spruchreife Ergebnisse der Prüfaufträge konnte Geschäftsführerin Martina Baden auf der jüngsten Sitzung des Horn-Leher Beirats aber nur bedingt präsentieren.
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Von Maren Brandstätter

Horn-Lehe. Mehr Platz für Jugendliche, bessere ÖPNV-Anbindung, größere Wasserfläche – die Horn-Leher Bürger hatten der Bremer Bäder-Gesellschaft beim Planungsfeedback zum Horner Bad im September eine Reihe von Nachbesserungsvorschlägen mit auf den Weg gegeben. Spruchreife Ergebnisse der Prüfaufträge konnte Geschäftsführerin Martina Baden auf der jüngsten Sitzung des Horn-Leher Beirats aber nur bedingt präsentieren.

Klar sei, dass es, anders als von mehreren Nutzern gewünscht, künftig kein Solewasser mehr im Horner Bad geben werde, so Baden. Dafür bedürfe es zweier separater Systeme, was finanziell nicht leistbar sei. Bessere Nachrichten hatte Baden für jugendliche Schwimmbadbesucher. Die Kritik lautete seinerzeit, der Platz zum Toben im geplanten Kombibecken reiche bei Weitem nicht aus. Baden erklärte, dass zusätzlich zum Nichtschwimmerbecken Möglichkeiten im Schwimmerbereich geschaffen werden sollen, um dort temporär Spielgeräte zu installieren. So sei beispielsweise denkbar, an den Beckenrändern entsprechende Vorrichtungen zu installieren, mit denen dann für einige Stunden Slacklines – Schlauchbänder zum Balancieren – übers Wasser gespannt werden könnten.

Die erhofften Erkenntnisse zur Anbindung an den ÖPNV konnte Baden dem Beirat noch nicht liefern. Die Anbindung steht nämlich in direktem Zusammenhang mit der Öffnung des Uni-Parkplatzes für das Bad, womit zugleich eine Anfahrt über die Spittaler und Grazer Straße möglich wäre. Somit könnten auch Busse direkt vor Ort halten, was der Beirat seinerzeit insbesondere für den Schülertransport als sinnvoll erachtet hatte. Die Zustimmung für die Nutzung des Parkplatzes stehe noch aus, berichtete Baden. Zumindest aber könne sie die Bedenken Dieter Mazurs (Grüne) zerstreuen, dass mit einer Verbindung von Uni- und Schwimmbad-Parkplatz ein heimlicher Autobahnzubringer über den Parkplatz entstehen würde. „Wir würden die jetzige Zufahrt an der Vorstraße in diesem Fall abpollern“, betonte sie. Damit ließe sich die Zufahrt bei Bedarf öffnen, bleibe aber ansonsten für den Autoverkehr gesperrt.

„Die Bürgerbeteiligung ist zwar vorbildlich gelaufen, allerdings war der Kostenrahmen von vornherein so eng gesteckt, dass der Planungsspielraum sehr schnell an seine Grenzen gestoßen ist“, bilanzierte Stefan Quaß (CDU) das Beteiligungsverfahren zum Horner Bad. Er hoffe dennoch weiterhin darauf, dass sich die drastisch reduzierte Wasserfläche des Außenbeckens zumindest noch um ein oder zwei Meter in der Breite erweitern lasse, betonte er. Das lasse sich zwar noch einmal prüfen, zeichnet sich laut Baden allerdings derzeit nicht ab. Zum einen sei es deutlich teurer, zum anderen sei unwahrscheinlich, dass sich zwei Meter mehr nennenswert auswirken würden, erklärte Baden.

Dieter Mazur betonte, dass man bei der Planung stets im Auge behalten müsse, dass das Bad in Zukunft für alle Nutzergruppen zur Verfügung stehen soll. Sein Parteikollege Michael Koppel unterstrich in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit von verlängerten Öffnungszeiten sowie flexiblen Saisonzeiten. Baden entgegnete, dass das Hallenbad im Bäderkonzept als Schul- und Vereinsschwimmbad betitelt wird. Dennoch werde die Fläche optimal auf alle Nutzergruppen verteilt, damit auch die Freizeitschwimmer zu ihrem Recht kämen, versprach sie. Auf Nachfrage berichtete sie außerdem, dass nach aktuellem Stand mit der Eröffnung des neuen Hallenbads zwischen Frühjahr und Sommer 2019 gerechnet werde, das Freibad solle im Juni desselben Jahres fertig sein.

Auf Anregung von Catharina Hanke (SPD) verabschiedete der Beirat einstimmig einen Antrag, in dem der Senat aufgefordert wird, die Bestrebungen zur Sanierung des Horner Bades voranzutreiben und den Termin für einen Baubeginn zeitnah öffentlich bekannt zu geben. Die Ausfallzeiten des Freibads seien dabei so gering wie möglich zu halten und dafür ausschließlich die Saison 2018 ins Auge zu fassen.

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