Festival an der Weser

So erklärte das Kulturressort die Entscheidung zur Breminale

Die Vertreter der Kulturbehörde haben in der ersten Sitzung der Deputation in der neuen Legislaturperiode die Entscheidung zur Ausrichtung der Breminale erklärt. Die Abgeordneten wollten mehr Informationen.
19.09.2019, 19:10
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So erklärte das Kulturressort die Entscheidung zur Breminale
Von Pascal Faltermann

Es ist alles klar und die Entscheidung über die Ausrichtung der Breminale ist gefallen. Trotzdem haben die Abgeordneten der Kulturdeputation am Donnerstag noch einmal darüber diskutiert. Das Kulturressort hatte entschieden, dass das Festival an der Weser in den kommenden drei Jahren mit dem bisherigen Veranstalter Concept Bureau ausgerichtet wird.

Andreas Mackeben aus dem Kulturressort erklärte den Abgeordneten in der ersten Sitzung der Deputation in der neuen Legislaturperiode, wie die Entscheidung zustande kam. Das Kernkonzept von Concept Bureau habe überzeugt und weise innovative Elemente auf. Zudem setze die Behörde, wie auch die Polizei, auf die Erfahrung der bisherigen Macher. „Alle Konzepte waren umfangreich und gut“, sagte Mackeben. Doch der Erfahrungshorizont in Sachen Sicherheit habe eine wichtige Rolle gespielt. Ziel sei es zudem nicht gewesen, die Breminale komplett neu zu erfinden, sondern im Wesentlichen beizubehalten.

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Der CDU-Deputierte Claas Rohmeyer wies darauf hin, dass die Christdemokraten durch eine Große Anfrage die Diskussion um die Ausrichtung der Breminale losgetreten hätten. Rohmeyer hatte zudem Einsicht in das Vergabeverfahren gefordert und bereits in der Behörde Einsicht in die Akten genommen. Durch die Dokumentation habe er den Prozess nachvollziehen können. „In drei Jahren können wir dann in Ruhe eine Entscheidung treffen“, so Rohmeyer, der sich eine Weiterentwicklung des Festivals wünscht.

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Miriam Strunge (Linke) begrüßte es, dass die Veranstaltung an der Weser nun in ruhigeres Fahrwasser gelange. Auch sie hatte sich zusätzliche Informationen zu dem ganzen Prozess im Kulturressort geholt. Details, die dem Grünen-Deputierten Thomas Pörschke wiederum nicht vorlagen. „Es gibt hier einen unterschiedlichen Wissensstand“, merkte er an. Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz (SPD) stellte klar, dass alle Deputierten die Matrix des Verfahrens einsehen könnten. Aus Gründen des Ideenschutzes für die Bewerber seien die Konzepte nicht veröffentlicht worden.

Kai Wargalla, kulturpolitische Sprecherin der Grünen und neu gewählte Vorsitzende der Deputation, hätte sich unterdessen gewünscht, dass es Informationen zu dem ökologischen Fußabdruck des Festivals gibt. Sie wolle wissen, was in Sachen Verkehr, Zulieferung, Strom, Lebensmittel und Produktion genau gemacht werde. Zudem solle an den Themen Barrierefreiheit und Geschlechtergerechtigkeit gearbeitet werden. Staatsrätin Emigholz regte daraufhin eine ressortübergreifende Zusammenarbeit bei Vergabeverfahren an.

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