Kommentar über den Streit in der AfD

So erwartbar wie der erste Schnee

Der Streit in der Bremer AfD war absehbar - die Hoffnung, die AfD werde sich parteiintern zerfleischen, bekommt täglich neue Nahrung, kommentiert Mathias Sonnenberg.
03.10.2017, 21:08
Lesedauer: 1 Min
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Von Mathias Sonnenberg

Jetzt also auch Bremen. Nach Zoff in der Bundespartei um die abtrünnige Frauke Petry und ihren Gatten Marcus Pretzell in Nordrhein-Westfalen und der Spaltung der AfD-Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns steht jetzt Bremens AfD-Spitzenmann Frank Magnitz auf der Lichtung. Und wird für seinen Schulterschluss mit der Identitären Bewegung vom AfD-Kreisverband Bremen Mitte-West gerügt.

Die Hoffnung, die AfD werde sich auf der Reise in den Bundestag selbst demontieren und nach der Ankunft in Berlin parteiintern zerfleischen, bekommt tagtäglich neue Nahrung. Dass Teile der Bremer AfD Magnitz undemokratische Tendenzen im Bundestagswahlkampf unterstellen, klingt aberwitzig. Denn eine Partei, die den Begriff „völkisch“ wieder einführen möchte und über Schießbefehle an der Grenze debattiert, hat bereits genügend undemokratische Anhaltspunkte geliefert.

Der Zoff in der AfD war so erwartbar wie der erste Schnee, die Demaskierung vieler AfDler ist seit der Bundestagswahl in vollem Gange. Die Niedersachsen-Wahl am 15. Oktober wird jetzt ein erster Fingerzeig sein, ob das beim Wähler auch angekommen ist.

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