400-jähriges Jubiläum So feiert Bremen seine Rathaus-Fassade

Bremen. 400 Jahre ist die Fassade des Bremer Rathauses alt. Zum Jubiläum am 12. April würdigt die Stadt das Gebäude mit einem Festakt im Rathaus und in den darauffolgenden Wochen mit vielen weiteren Veranstaltungen.
20.03.2012, 17:24
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Bremen. Zum Festprogramm gehört zum Beispiel eine lange Nacht der Museum, die am 26. Mai ganz unter dem Motto „Fassaden“ stehen wird. An diesem Tag wird auf dem Marktplatz eigens ein Zelt aufgebaut, von dem aus die Figuren der Fassade angestrahlt und vor allem auch den Zuschauern erklärt werden.

Vom 30. Mai bis zum 3. Juni ist ein Weinfest auf dem Marktplatz geplant, „schließlich gehört ja auch der Bremer Ratskeller zum Weltkulturerbe“, sagte gestern Ratskellermeister Karl-Josef Krötz.

Am 3. Juni, dem Unesco-Welterbe-Tag, wird das Rathaus außerdem für Besichtigungen geöffnet. Der letzte großer Programm-Punkt am 9. September kommt „einer Verneigung der bundesdeutschen Denkmalpfleger vor Bremen gleich“, sagte Klaus Sondergeld, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bremen: Zu Ehren des Rathauses wird die Stiftung Deutsche Denkmalpflege den Tag des Offenen Denkmals in diesem Jahr in Bremen eröffnen.

Anfang des 17. Jahrhunderts schuf Lüder von Bentheim die Gebäudefront im Stile der Weser-Renaissance, über und über versehen mit Figuren und Reliefs, mit Köpfen und Körpern von Fabeltieren und Engeln. 1612 beendet von Bentheim sein Werk, das später zusammen mit dem Roland ins Weltkulturerbe eingehen sollte.

Die Stadtväter hatten sich vor mehr als 400 Jahren für die neue Fassade entschieden, weil die nüchternen gotischen Gebäudefront dem Repräsentationsbedürfnis des Rates nicht mehr genügte. Eine mutige Entscheidung, und eine teure, „die wir heute so wohl nicht mehr treffen würden“, scherzte Bürgermeister Jens Böhrnsen gestern. Doch neben geschmäcklerischen gab es auch bauliche Gründe für die Veränderung: Die Süd- und Westseite wie auch der Dachstuhl wiesen Schäden auf. In diesem Zusammenhang wurde der Mittelteil abgerissen und an seiner Stelle ein mächtiger gläserner Erker gebaut, den ein fünfstöckiger flandrischer Giebel krönt. (ano)

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