Symbol der Stadt Bremerhaven

So wird die "Seute Deern" abgewrackt

Bald ist Schluss für die "Seute Deern", die ersten Details zum Abbau stehen jetzt fest: Noch vor Jahresende sollen die Masten des Schiffes abgebaut werden, danach wird es an seinen letzten Liegeplatz gebracht.
06.12.2019, 14:27
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Von Lisa-Maria Röhling
So wird die "Seute Deern" abgewrackt

An ihrem Liegeplatz im Museumshafen bleibt die "Seute Deern" nicht mehr lange.

Patrik Stollarz

Das Ende der "Seute Deern" rückt näher: Für den Rückbau wird die marode Bark in das Baltimore-Pier am südlichen Ende des Alten Hafens verbracht. Das teilte das Deutsche Schifffahrtsmuseum (DSM) am Freitag mit. Einen entsprechenden Vorschlag hatte demnach die Hafenmanagementgesellschaft Bremenports vorgelegt. Noch in diesem Jahr sollen die Masten abgebaut werden, Anfang des neuen Jahres wird das Schiff an seinen endgültigen Liegeplatz gebracht.

Nach Angaben des DSM soll der Abbau des Schiffes in zwei Phasen laufen: Sobald die Masten entfernt sind, wird der letzte Liegeplatz der "Seute Deern" vorbereitet. „Wegen der bestehenden Gefahr im Verzug sind kurzfristig technische wie organisatorische Vorbereitungen zu treffen wie der Rückbau des östlichen Brückenlagers“, heißt es weiter. Damit das Schiff dann überhaupt an den Abbauplatz gebracht werden kann, muss außerdem der Wasserspiegel im Hafen angehoben werden. Details dazu nannte das DSM nicht.

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Letzter Liegeplatz auf Sand

Während des Transports sollen die Pumpen weiterlaufen. Der endgültige Liegeplatz soll dann mit Containern abgeschottet werden, zudem wird eine Sandschicht um das Schiff herum aufgehäuft. Erst dann werden die Pumpen, die die Bark aktuell vorm Versinken bewahren, abgeschaltet.

Die zweite Phase beinhaltet dann den tatsächlichen Rückbau. Wie genau der abläuft, ist nach jetzigem Stand nicht klar. Teile der "Seute Deern", die nach Angaben des DSM als erhaltungswürdig eingestuft werden, werden in dieser Phase dokumentiert und gesichert.

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Neubau in Planung

Mit dem Abbau der Bark enden monatelange Diskussionen um die Zukunft des Schiffes: Im Frühjahr 2019 war die „Seute Deern“ durch einen Brand stark beschädigt worden und konnte nur noch mithilfe von Pumpen über Wasser gehalten werden. In der Nacht zum 1. September brach aus bisher ungeklärten Gründen mehr Wasser in die Bark ein, die „Seute Deern“ sank auf den Grund des Museumshafens. Danach konnte sie zwar geborgen werden, nach Angaben des DSM bestand aber weiterhin die Gefahr, dass die „Seute Deern“ erneut trotz des ständigen Abpumpens von Wasser sinken könnte.

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Das komplette Aus für das Symbol der Stadt Bremerhaven ist das allerdings nicht: Mitte November hatte der Finanzausschuss des Bundes Mittel in Millionenhöhe freigegeben, um einen Nachbau der „Seute Deern“ zu finanzieren. Das soll in einem Trockendock geschehen. Wann und wie genau dieser Nachbau beginnen soll, ist bisher nicht bekannt.

Allerdings dürften bald weitere Investitionen in Bezug auf den Museumshafen, in dem die „Seute Deern“ noch liegt, anstehen: Momentan ist ein Gutachten in Arbeit, in dem der Zustand der übrigen Schiffe beschrieben wird.

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