Fördergelder aus Berlin erhofft

Sockel des Bismarck-Denkmals am Bremer Dom bröckelt weiter

Der Sockel des Bismarck-Reiterstandbildes am Bremer Dom bröckelt weiter, eine Sanierung ist dringend erforderlich. Die Entscheidung über eine finanzielle Förderung aus Berlin soll im Frühjahr fallen.
27.01.2019, 15:10
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Sockel des Bismarck-Denkmals am Bremer Dom bröckelt weiter
Von Jürgen Theiner
Sockel des Bismarck-Denkmals am Bremer Dom bröckelt weiter

1910 wurde das Reiterstandbild Bismarcks am Dom aufgestellt.

Koch

Voraussichtlich im Frühjahr fällt die Entscheidung darüber, ob das Reiterstandbild Otto von Bismarcks am Dom saniert wird. Für die Instandsetzung des angegriffenen Sockels fehlen derzeit noch knapp 38.000 Euro, die sich die Kulturbehörde aus Berlin erhofft. 25.000 Euro hatte sie bereits aus Eigenmitteln zur Verfügung gestellt. Zurzeit läuft ein Antrag zur Bewilligung von Mitteln aus dem Denkmalpflegeprogramm der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Darüber soll in den nächsten Monaten entschieden werden. Das geht aus einem Sachstandsbericht der Kulturdeputation hervor, die am Dienstag zusammenkommt.

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Die Bremer Bismarck-Reiterstatue hat kunsthistorisch einen hohen Stellenwert, weil die Darstellung zu Pferd eigentlich regierenden Fürsten vorbehalten war. Die Arbeit des Bildhauers Adolf von Hildebrandt (1847-1921), die 1910 am St.-Petri-Dom aufgestellt wurde, ist insofern außergewöhnlich. Als reparaturbedürftig gilt die Verblendung des Sockels. Von Hildebrandt hatte hierfür einen Kalkstein verwendet, dem die Witterung über die Jahrzehnte stark zugesetzt hat. Der Sockel des Reiterstandbilds soll nun insgesamt ertüchtigt und die Sandsteineinfassung saniert werden. Die Sitzung der Kulturdeputation beginnt um 15 Uhr im Konsul-Hackfeld-Haus (Birkenstraße 34). Weitere Themen sind unter anderem das interkulturelle „360-Grad“-Projekt und die Arbeit des Bündnisses für Alphabetisierung.

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