Nachwuchstalente vom ERB Bremen überzeugen bei den Landestitelkämpfen der Rollsportler Sotskov und Makarov fahren zur Norddeutschen

Bremen. Künstlerischer Ausdruck, Gestik, Mimik, die komplette Körperhaltung und Körperspannung - Rollkunstläuferinnen müssen viele Kriterien einhalten, um hohe Punkte zu erzielen. Die Kür sollte natürlich auch sitzen, möglichst ohne Wackler oder Stürze. Die meisten Bremer Rollkunstläuferinnen sind dahingehend inzwischen echte Profis. 'Klar hat man mal einen schlechten Tag, aber gerade die Leistungsläufer können mit dem Druck und der Nervosität vor Wettkämpfen ganz gut umgehen', sagt Viktoria Dederer, Trainerin beim Verein ERB Bremen, der die Bremer Landesmeisterschaften im Rolltanz und Rollkunstlaufen ausrichtete. Bis ihre Schützlinge zwölf Jahre alt sind, nehmen sie an beiden Wettbewerben teil. Dann bleibt es ihnen überlassen, wo sie starten. 'Gerade beim Rolltanz werden Ausdruck und alles, was die B-Note ausmacht, besonders geschult. Das nimmt mir einiges an Arbeit im Training ab', erzählt Dederer.
09.06.2010, 20:20
Lesedauer: 3 Min
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Von Liane Janz

Bremen. Künstlerischer Ausdruck, Gestik, Mimik, die komplette Körperhaltung und Körperspannung - Rollkunstläuferinnen müssen viele Kriterien einhalten, um hohe Punkte zu erzielen. Die Kür sollte natürlich auch sitzen, möglichst ohne Wackler oder Stürze. Die meisten Bremer Rollkunstläuferinnen sind dahingehend inzwischen echte Profis. 'Klar hat man mal einen schlechten Tag, aber gerade die Leistungsläufer können mit dem Druck und der Nervosität vor Wettkämpfen ganz gut umgehen', sagt Viktoria Dederer, Trainerin beim Verein ERB Bremen, der die Bremer Landesmeisterschaften im Rolltanz und Rollkunstlaufen ausrichtete. Bis ihre Schützlinge zwölf Jahre alt sind, nehmen sie an beiden Wettbewerben teil. Dann bleibt es ihnen überlassen, wo sie starten. 'Gerade beim Rolltanz werden Ausdruck und alles, was die B-Note ausmacht, besonders geschult. Das nimmt mir einiges an Arbeit im Training ab', erzählt Dederer.

Eine, die es sowohl im Tanzen als auch im Laufen weit gebracht hat, ist Dederers Leistungsläuferin Melanie Sotskov. Die Zehnjährige holte sich den Landestitel sowohl im Solotanz der Schüler C als auch im Rollkunstlaufen. Ein zweiter Platz in der Pflicht und ein erster in der Kür reichten zu einem Vorsprung von mehr als 20 Punkten auf die Zweitplatzierte. Damit sicherte sich Melanie Sotskov einen Startplatz bei den norddeutschen Meisterschaften, die Anfang Juli in Güstrow stattfinden. 'Bis dahin will ich noch daran arbeiten, mich auf die Schrittfolge und die Armbewegung gleichzeitig zu konzentrieren. Bis jetzt gelingt mir immer nur eins von beiden', sagt die Zehnjährige selbstkritisch. Auch ihr Teamkollege Artur Makarov (10) hat das Ticket nach Güstrow gebucht.

Vom zweiten Bremer Roll- und Eissportverein Bremen 1860 sind sogar alle fünf Läuferinnen der Leistungsgruppe dabei. Deren Trainerin Ute Brause sah die Nominierung von Franziska Glandien, Jennifer Poppe, Linn Wülbers, Vanessa Ries und Djalila Ben Bouchta nie in Gefahr. 'Mit den Landesmeisterschaften können wir als Auftakt ganz zufrieden sein, aber richtig los geht es erst mit den norddeutschen Meisterschaften. Da arbeiten wir drauf hin', sagt die Trainerin.

Insgesamt bewarben sich rund 40 Läufer aus vier Vereinen um die Landestitel. Neben dem ERB Bremen und Bremen 1860 waren auch die Vereine ERC Bremerhaven und LTS Bremerhaven vertreten. Dennoch ist die Konkurrenz gerade in den höheren Leistungsklassen eher dünn gesät. Makarov startete in seiner Gruppe konkurrenzlos, ebenso Franziska Glandien (13) von Bremen 1860 in der Gruppe Schüler A und Djalila Ben Bouchta (17) von Bremen 1860 bei den Junioren Damen.

In den Gruppen der Breitensportler traten dagegen bis zu zehn Starter an. Von ihnen rücken aber nur wenige nach. Die erst achtjährige Daniela Friker vom ERB Bremen ist eine dieser wenigen. Sie trat zum ersten Mal in der Gruppe Schüler C an, wo sie sich gegen Neun- und Zehnjährige durchsetzen musste. Nervös machte sie das dennoch nicht. Daniela trat hier nur in der Kür an und belegte den zweiten von drei Plätzen.

'Es ist schon ein Nachteil, wenn man keine Konkurrenz hat', gibt Djalila Ben Bouchta zu. Zwar geben die Vereinskameradinnen Tipps und Hinweise zu ihrer Leistung, doch den direkten Vergleich bekommt sie frühestens bei den Norddeutschen. Brause hat derweil vollstes Vertrauen in das Können ihrer Läuferin: 'Djalila weiß genau, was dort auf sie zukommt. Sie ist schon so oft bei den norddeutschen und Deutschen Meisterschaften gelaufen, dass sie die Konkurrenz kennt.' Die Küren sitzen, einzig an der Kondition will sie mit ihren Mädchen noch arbeiten. Ansonsten seien sie gut vorbereitet.

Auch Dederer wird bei Sotskov und Makarov nur noch an Kleinigkeiten feilen und an den Leistungen im Pflichtlauf arbeiten. Ansonsten geht das Training weiter wie gewohnt. 'Die Kinder haben hier gute Leistungen gezeigt. Ich war noch nie so zufrieden', sagt Dederer. Zugetraut hatte sie ihnen das zunächst nicht, da die Wettbewerbe im Tanzen und erste Pflichtwettbewerbe bereits am Vorabend ausgetragen wurden. 'Die Siegerehrung war erst gegen 21 Uhr zu Ende, und am nächsten Morgen mussten sie wieder um acht Uhr hier sein. Das ist schon ein straffes Programm, aber sie haben es alle gepackt', so Dederer.

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