Politik unterstützt Protestler SPD: Finger weg vom Oeversberg

Vegesack. Die Schönebecker SPD spricht die Sprache des Protests:„Finger weg vom Oeversberg.
30.07.2016, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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SPD: Finger weg vom Oeversberg
Von Christian Weth

Vegesack. Die Schönebecker SPD spricht die Sprache des Protests:„Finger weg vom Oeversberg.“ So steht es auf einem Transparent, das Vereine auf dem Gelände an der Friedrich-Humbert-Straße gespannt haben. Und so heißt es jetzt in einem Schreiben des Ortsvereins der Sozialdemokraten. Darin fordert dessen Chef, Wilfried Sulimma, den SPD-Unterbezirk auf, „alle politischen Mittel“ zu nutzen, um die Bezirkssportanlage auf dem Oeversberg zu erhalten.

Die Sportler sollen weichen, weil sich die Jacobs University, der das Gelände gehört, erweitern will. Der Oeversberg wird von 500 Tennisspielern, BMX-Fahrern und Fußballern genutzt. Und die wissen nicht, wohin sie sollen. Für Sulimma, der zugleich für die SPD-Fraktion im Vegesacker Beirat spricht, ist das kein Zustand: „Die Sportler müssen eine Perspektive bekommen.“ Die Uni hat angekündigt, ab 2019 erst den östlichen, ab 2025 dann den westlichen Teil des Oeversbergs zu beanspruchen. Ersatzflächen sind den Vereinen bisher nicht angeboten worden. Der Nordbremer Landessportbund sagt, dass es auch gar keine gibt.

Am liebsten wäre es Sulimma, Uni und Vereine könnten sich irgendwie einigen, um den Oeversberg gemeinsam zu nutzen. Denkbar für ihn wäre auch, dass nicht der Sport, sondern die Jacobs University eine Ersatzfläche bekäme. Schließlich, argumentiert der SPD-Politiker, sind ihre Pläne für das Gelände noch unbestimmt. Anders als der Protest gegen sie: Die Petition für den Erhalt der Sportanlage ist mittlerweile von 1068 Menschen unterzeichnet worden.

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