Spendenaktion des WESER-KURIER

Einzelspenden für die Weihnachtshilfe wichtiger denn je

Die Aktion Weihnachtshilfe wird in diesem Jahr darunter leiden, dass Traditionsveranstaltungen, deren Erlöse gespendet wurden, abgesagt sind. Dabei ist mit mehr Anträgen von bedürftigen Familien zu rechnen.
11.11.2020, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Einzelspenden für die Weihnachtshilfe wichtiger denn je
Von Silke Hellwig
Einzelspenden für die Weihnachtshilfe wichtiger denn je

Das alljährliche Benefizkonzert zugunsten der Weihnachtshilfe muss in diesem Jahr ausfallen. Die Erlöse zugunsten bedürftiger Kinder werden der Spendenaktion des WESER-KURIER fehlen.

Frank Thomas Koch

Seit 22 Jahren bittet die Weihnachtshilfe des WESER-KURIER in der Vorweihnachtszeit um Spenden. Noch nie stand der Verein vor so großen Herausforderungen wie in diesem Jahr: Die Spendenaktion lebt zwar auch von vielen Einzelspenden, von großzügigen Bremerinnen und Bremern sowie Bürgern aus den Nachbargemeinden Bremens, von Unternehmen und Betrieben. Aber ein wichtiger Teil der Einnahmen stammt aus Veranstaltungen, unter denen manche schon gute Tradition geworden sind.

Ob das alljährliche Benefizkonzert der Bremer Philharmoniker in der Glocke mit Stargästen und Radio-Bremen-Beteiligung, ob das Skatturnier in der Strandlust in Vegesack, ob Kuchenbasare in Schulen oder Weihnachtsveranstaltungen von Vereinen. Schulklassen und Kindergartengruppen bastelten oder sammelten Geld für die Aktion, Schausteller stellten Spendendosen auf, vom Verlag selbst wurde ein Bücherflohmarkt veranstaltet. Alles das kann in diesem Jahr nicht oder in nur sehr eingeschränktem Maß stattfinden.

Erlöse aus Veranstaltungen fehlen

Obwohl im vergangenen Jahr die Rekordsumme von fast 324.000 Euro bilanziert werden konnte (mit der größten Einzelspende vom Circus Roncalli, der auf der Bürgerweide gastierte) konnten erneut nicht alle – berechtigten – Anträge berücksichtigt werden. Jahr für Jahr müssen Familien leer ausgehen.

In diesem Jahr wird die Lücke vermutlich größer ausfallen als in den Vorjahren. Die Erlöse aus den Veranstaltungen fehlen einerseits, andererseits ist mit einem besonders hohen Aufkommen an Anträgen auf Spenden zu rechnen: Benachteiligte Familien leiden unter der Coronakrise besonders. Einige der Mütter und Väter, die sich mit Minijobs etwas dazuverdienen und von ihrem Lohn etwas für Weihnachten zurücklegen wollten, werden ihre Stellen verloren haben.

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Schülerinnen und Schüler, die zu Hause lernen müssen, weil sie in Quarantäne sind oder der Unterricht ausgedünnt werden musste, verfügen nicht über den Platz und/oder die Ausstattung, die nötig wären. Auch in diesem Fall will die Weihnachtshilfe in diesem Jahr helfen, mit Spenden für die Anschaffung von Schreibtischen fürs Kinderzimmer beispielsweise.

Seit 1998 gehen die Spenden der Aktion Weihnachtshilfe an bedürftige Familien mit Kindern. Jeder Cent kommt bei Mädchen und Jungen an, ohne Abzüge durch Verwaltungsaufwand. Jeder Antrag wird geprüft. Die Spendenaktion des WESER-KURIER wird seit Anbeginn vom Sozialressort unterstützt; die Sparkasse Bremen ist ebenfalls beteiligt. Erfüllt werden bescheidene Wünsche von Kindern im Alter bis zu zwölf Jahren – von Winterstiefeln über Kinderbetten bis hin zu Spielzeug. Die Verwendung muss nachgewiesen werden.

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Dank der Spendenbereitschaft konnte in den vergangenen Jahren für Zehntausende Mädchen und Jungen das Weihnachtsfest etwas heller ausfallen. Gerade das Ende dieses Jahres kann einen Hoffnungsschimmer gebrauchen, ein Zeichen, dass zumindest gedankliche Nähe auf Abstand möglich ist, dass die Bremer Familien, die größerer Unterstützung bedürfen als andere, nicht vergessen sind – selbst nicht in diesem für alle sorgenvollen Jahr 2020. Bitte spenden Sie. Kein Beitrag ist zu gering.

Weitere Informationen

Mehr zur Spendenaktion Weihnachtshilfe finden Sie unter weihnachtshilfe.weser-kurier.de. Spendenkonto Weihnachtshilfe DE 22290501010001165000, Sparkasse Bremen

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